Die Zylonen sind zurück…

… und sie sind sexy Unterwäschemodels :). Der US-Sender Sci-Fi hat die alte Battlestar Galactica Serie neu verfilmt.

Der Krieg gegen die Zylonen ist seit über 40 Jahren vorbei. Die Zylonen zogen sich an einen unbekannten Ort zurück und wurden seitdem nicht wieder gesehen. Auch an der Galactica ist die Zeit nicht spurlos vorbeigegangen. In wenigen Tagen soll sie außer Dienst gestellt werden und zu einem Museum umfunktioniert werden. Damit wird auch der Commander der Galactica, Commander William Adama (gespielt von Edward James Olmos, den meisten wohl am besten bekannt als Lieutenant Martin Castillo aus der Serie Miami Vice), in den Ruhestand gehen. Gerade zu diesem Zeitpunkt entschließen sich die Zylonen für ihr Comeback, um ihre Schöpfer (Ja, ganz recht, die Zylonen wurden von den Menschen geschaffen) nun endgültig auszulöschen. Die Zylonen waren nicht untätig in der Zwischenzeit. Sie schufen neue Modelle ihrer selbst, die von einem Menschen nicht zu unterscheiden sind. Das Modell Nr. 6 ist eine äußerst verführerische Frau (gespielt von Tricia Helfer, einem Victoria’s Secrets Dessousmodel), die sich an Dr. Gaius Baltar (gespielt von James Callis) heranmacht, der unter anderem das Navigationssystem für Raumschiffe entwickelt hat. Als die Mitarbeiterin von Dr. Gaius Baltar hat sie offenbar auch eine Hintertür in dem System gelassen, mit dem die Zylonen die gesamten Systeme der Raumschiffe abschalten können, da auf den Schiffen alle Rechner miteinander vernetzt sind. Nur auf der Galactica ist alles noch ein wenig anders. Die Computer sind nicht untereinander vernetzt und auch sonst ist vieles Handarbeit (“hands-on”). Damit wird die Galactica zur letzten Hoffnung der Menschen. Noch mehr zu verraten, würde jetzt vermutlich die Spannung nehmen. Bleibt noch anzumerken, daß der Schluß durchaus einen Cliffhanger bereithält, der als Anfangspunkt einer neuen Serie dienen könnte.

Die Special-Effects sind gut gelungen und die Flugphysik im Weltraum wurde glaubhaft und realitätsnah umgesetzt. Kenner der alten Serie werden vielleicht ein wenig verwirrt sein. Starbuck ist nun eine Frau! (Boomer auch) Aber ansonsten hat sich nicht viel geändert. Starbuck raucht Zigarren, schlägt sich mit höhergestellten Offizieren und hat eine große Klappe. Im Gegensatz zur alten Serie haben die Charakere auch “normale” Namen. Apollo heißt also Lee Adama (Commander William Adamas Sohn).

Abschließend kann ich sagen, daß es eine durchaus gelungene Umsetzung des alten Stoffes ist, die durchaus sehenswert ist. Ganz egal, ob man die alte Serie mochte oder nicht.

Schwul macht cool?

Fernsehen besteht größtenteils aus Wiederholungen und Kopien. Im Falle von “Schwul macht cool“ auf RTL2 ist es letzteres. Die Vorlage stammt (wie so oft) aus den USA. Der Sender Bravo TV schickt in der Serie “Queer Eye for the Straight Guy“ 5 schwule Männer (die Fab 5) los, um einem hetero Mann und seiner Wohnung ein ordentlichen Makeover zu verpassen.

Wie so oft bei solchen Kopien werden Abstriche gemacht. Von dem 5 Männern im Original sind nur noch 4 (die fabelhaften Vier) übrig geblieben. Auch scheinen die fabelhaften Vier im fortgeschrittenen Alter zu sein. Dies nimmt der der Sendung ein wenig von der Frische, außerdem wollen die Frauen auch was zum schauen haben :) RTL2 entschied sich auch darauf zu verzichten, den Abend nach dem Makeover mit Kameras festzuhalten und die fabelhaften Vier ihre Kommentare dazu abgeben zu lassen. Gerade dies ist im Original amüsant und gibt dem ganzen ein wenig Biß.

Zum Abschluß kann ich nur sagen, daß es nur eine schwacher Abguß des Originals ist. Es wäre keine Überraschung, wenn die Serie nach den ersten 6 Folgen, die im voraus gedreht wurden, abgesetzt würde. RTL2 wäre vermutlich besser weggekommen, wenn sie das Original nachsynchronisiert hätten. (Und wer mich kennt, der weiß, daß ich deutsche Synchronisierungen von englischen Filmen/Sendungen nicht ausstehen kann)