Warum ich Sony-Produkte meide

Eines vorweg. Sony macht sicher tolle Produkte und die sind auch schick. Das beste Beispiel dafür ist mein Sony-Ericsson T610. Doch all das kann nicht über ein — meines Erachtens — riesiges Problem der meisten Sony-Produkte hinwegtäuschen. Ich rede vom Memory-Stick. Ich habe schon einige Produkte, die Speicherkarten benutzen. Da wären mein PDA und meine Digitalkamera. Beide können prima SD-Karten lesen und schreiben. Ich kann auch die Karten prima zwischen den Geräten austauschen oder dem Kollegen mit dem iPaq in die Hand drücken. Der Austausch funktioniert prima, bis jemand mit einem Sony-Gerät ankommt. Diese können nur Sonys proprietäre Memory-Sticks lesen und schreiben. Da ich nicht die geringste Lust verspüre, mit für Sony-Geräte eigene Speicher zu kaufen, die ich auch nur in diesen Geräten benutzen kann und sonst in keinen anderen, werde ich auch weiterhin Sonys Produkte weitgehend meiden. Ausnahmen mache ich nur bei Sony-Produkten, die keine Speicherkarten brauchen.

Eines macht mir jedoch Hoffnung. Sony (zusammen mit Nokia) trat vor kurzem der Secure Digital Card Association bei. Damit besteht zumindest noch Hoffnung, daß es bald schicke Sony-Produkte mit SD-Card Slots geben könnte.

Die Qual der Wahl

Man installiert ein neues Netzwerk und macht sich Gedanken um ein konsistentes Namensschema. Die Ideen schrumpften sehr schnell auf chemische Elemente und Namen von Figuren aus verschiedenen Mythologien. Für letzteres erwies sich die Encyclopedia Mythica als nützlich. Damit hatten wir recht schnell viele Namen für die griechische (Aphrodite, Apollo, Lachesis, …), römische (Hercules, Jupiter, Ulysses), nordische (Odin, Thor, Heimdall) und ägyptische (Anubis, Hathor, Osiris) Mythologie. Schnell verworfen haben wir die Idee mit der aztekischen Mythologie. Kaum jemand dürfte in der Lage sein, Namen wie „Quetzalcoatl“, „Popocatepetl“ oder gar „Chalchiuhtlatonal“ korrekt zu buchstabieren.

Am Ende haben wir uns dann doch für die chemischen Elemente entschieden. Das gibt uns mit etwas über 100 Elementen genug Platz für unser Netzwerk. Die Server sind Edelgase und die Clients sind in der Regel Metalle. Die Netzwerkdrucker wurden zu Alkalimetallen erklärt. Die Halb- und Nichtmetalle haben wir uns erstmal für irgendwelche Netzwerkequipment reserviert.

Es ist gar nicht so leicht ein Namensschema sich auszudenken.

Der Feuerfuchs ist los!

Der Firefox ist nun endlich in der Version 1.0 erschienen. (sogar auf Deutsch) Damit ist das lange warten vorbei und es gibt keinen einleuchtenden Grund mehr, den Internet Explorer zu benutzen.

Zwar warnen vorsichtige Gemüter immer vor 1.0er-Versionen, doch schon die 0.xer-Versionen waren recht stabil und liefen ohne Probleme. (zumindest für mich, YMMV) Hoffentlich muß ich nicht wieder allzu viele Extensions updaten.

Die Tastatur der Götter

Wer viel schreibt, wird eine vernünftige Tastatur zu schätzen wissen. Sie muß lange halten und einen deutlich fühlbaren Anschlag besitzen. Dies ist bei den meisten Tastaturen nicht der Fall. Eine Tastatur sticht jedoch hervor: IBMs Model M Tastaturen haben einen einzigartigen Anschlag und sind nahezu unverwüstlich. Die Tastatur ist schwer und rutscht nicht so einfach auf dem Schreibtisch herum. Und die Tasten haben durch die “buckling spring”-Technologie nicht nur einen einzigartigen deutlich fühlbaren sondern auch hörbaren Anschlag. Spötter behaupten, daß man diese Tastatur nicht nach 10 Uhr abends benutzen darf, weil sich sonst die Nachbarn beschweren. Ich würde jedenfalls meine 3 Model M Tastaturen gegen keine anderen Tastaturen eintauschen wollen.

Als Problematisch stellt sich nur die Beschaffung der Tastaturen. IBM — und später Lexmark, bevor sie sich nur auf Drucker spezialisierten — stellten die Tastaturen in den Jahren 1985-1990 her. Danach wurde diese Sparte an Unicomp verkauft. Doch die einzig wahren Model Ms gab es nur von IBM. Diese sind mit einem langen und abnehmbaren Spiralkabel und einem PS/2-Anschluß ausgestattet. Es ist also kein Problem, diese Tastaturen an heutigen PCs zu betreiben. Meistens bekommt man sie für ca. 10€ auf eBay. Die Model M Baureihen mit deutschem Layout tragen die Bezeichnung 1391403. Wem 12 F-Tasten nicht reichen, kann sich so eine Model M zulegen, die ursprünglich für den Zugriff auf eine AS/400 gedacht waren. Diese haben 2 Reihen je 12 F-Tasten. Natürlich hat auch diese den Model M-typischen Anschlag und abnehmbares Kabel. Die Bezeichnung ist 1397003 (deutsches Layout).

Natürlich haben diese Tastaturen keine Windows-Tasten.

Über 100 Einträge!

Ganz ohne es zu merken habe ich die magische Grenze von 100 Einträgen überschritten. Und Ende des Monats ist es auch gleichzeitig genau 1 Jahr, daß ich blogge. Anfangs dachte ich, daß es nur eine Phase wäre und ich es bald wieder aufgeben würde. Inzwischen habe ich meinen Spaß daran gefunden. Danke auch an Sven Kausche, der mich mehr oder weniger zum bloggen genötigt hat. :) Auf die nächsten 100 Einträge!

Amazon Partnerprogramm

Ich wurde von Amazon in ihrem Partnerprogramm aufgenommen. Gut, ich hatte jetzt nicht wirklich erwartet, nicht aufgenommen zu werden, doch nun habe ich es schriftlich… eher elektronisch. Die Links in der Sidebar zu den Büchern, die ich gerade lese, enthalten meine ID, so daß ich für jedes Buch, das über einen dieser Links gekauft wird, einen Gutschein von Amazon erhalte. Also kauft fleißig! ;)
Ach, ja. Die Liste der Bücher verwalte ich mit BookQueue, einem Plug-in für Movable Type. Damit muß ich nicht immer an den Templates herumfummeln, wenn ich ein neues Buch anfange oder eines durchgelesen habe.

Buchstabensuppe nach IEEE-Art

Bei der Suche nach einer passenden Wi-Fi-Karte mit möglichst vielen Features für meine Soekris-Box wurde ich erstmal von den vielen IEEE-Standards erschlagen. Die IEEE hat für den Wi-Fi-Standard viele Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit bestimten Teilaspekten von Wi-Fi (IEEE 802.11) beschäftigen. Dabei kam eine jetzt schon kaum überschaubare Anzahl an Standards, die ich versuchen werde zu entwirren.

Das IEEE ist in Arbeitsgruppen unterteilt. Die Arbeitsgruppe 802.11 beschäftigt sich mit drahtlosen Netzwerken. Diese Arbeitsgruppe ist weiter in Untergruppen unterteilt, die sich mit besonderen Aspekten der drahtlosen Netzwerke befassen. Diese Gruppen tragen Buchstaben als Bezeichnungen, von denen auch die Namen der einzelnen Standards/Entwürfe abgeleitet werden.

802.11
Hiermit hat alles angefangen. Auf dem 2,4GHz-Band sollten damit bis zu 2Mbit/s erreicht werden können. Es gab wohl nie Geräte, die diesen Standard implementierten und er hat nahezu keine Bedeutung heutzutage. Ursprünglich hatte man wohl auch geplant, Infrarot als Träger zu benutzen, doch dies wurde später wieder verworfen.
802.11a
Mit 802.11a sind bis zu 54Mbit/s auf dem 5GHz-Band möglich. Man hofft, daß es auf dem 5GHz-Band weniger Interferenzen geben wird als auf dem 2,4GHz-Band, welches von 802.11b und g sowie von Bluetooth benutzt wird. In Europa arbeitet das HiperLAN ebenfalls auf dem 5GHz-Band, so daß es da zu Interferenzen kommen könnte. Da ich nichts über die tatsächliche Verbreitung von HiperLAN weiß, kann ich die Gefahr von Interferenzen nicht einschätzen. 802.11a selbst ist noch nicht sehr weit verbreitet, so daß man bislang kaum Interferenzen von Nachbarn befürchten muß.
802.11b
802.11b erlaubt bis zu 11Mbit/s auf dem 2,4GHz-Band. Es ist der zur Zeit am weitesten verbreitete Standard für Funknetze. Damit sind Reichweiten bis ca. 50m möglich. Mit externen Antennen kann die Reichweite jedoch extrem gesteigert werden. Für Verwirrung sorgt Apple mit seinem AirPort, was nichts anderes als 802.11b unter einem consumerfreundlicheren Namen ist.
802.11d
In diesem Standard befinden sich einige Erweiterungen zu Wi-Fi um innerhalb bestimmter Staaten (Regulatory Domains) arbeiten zu können.
802.11e
Dies ist zur Zeit noch kein Standard sondern ein Entwurf. Der Entwurf enthält Erweiterungen der MAC um QoS zu verbessern.
802.11f
Dieser Standard beschäftigt sich mit der Kommunikation von Access-Points untereinander — insbesondere von Access-Points verschiedener Hersteller.
802.11g
Mit 802.11g sind bis zu 54Mbit/s auf dem 2,4GHz-Band möglich. 802.11g ist abwärtskompatibel zu 802.11b, somit können 802.11b-Geräte mit anderen 802.11g-Geräten kommunizieren – — wenn auch nur mit 11Mbit/s. Auch hier sorgt Apple mit AirPort Express für unsicherheit bei Benutzern. Dabei handelt es sich auch nur unter 802.11g mit einem freundlicheren Namen.
802.11h
Dieser Standard behandelt das Management der Sendeleistung und Frequenzen im 5GHz-Band (Also relevant für 802.11a). Geräte sollen vor dem Senden sicherstellen, daß sie nicht auf einer Frequenz senden, die schon benutzt wird. Gleichzeitig kann die Sendeleistung so gesteuert werden, daß sie nicht andere Netze stört aber dennoch einen guten Empfang bietet.
802.11i
Dieser erst kürzlich (24. Juni 2004) beschlossene Standard. Beschäftigt sich mit der Verbesserung der Sicherheit von Wi-Fi. Dieser Standard wird auch oft als WPA2 bezeichnet. Der Vorgänger, WPA, wurde als Zwischenlösung erdacht, als sich WEP als zu unsicher herausgestellt hat.
802.11j
Hierbei handelt es sich um Erweiterungen für den japanischen Markt.
802.11n
802.11n soll die Datenraten deutlich steigern. Bislang ist es noch kein Standard, auch wenn einige Hersteller schon Geräte mit 802.11n (Oder Pre-n) bewerben. Wie sich diese Geräte mit späteren echten 802.11n-Geräten verstehen ist fraglich und man sollte abstand von solchen Pre-n-Geräten nehmen.
802.11p
802.11p, auch als DSRC bezeichnet, soll speziell für die Kommunikation innerhalb von Transportfahrzeugen und Flugzeugen zugeschnitten sein. Es wird ein Frequenzband bei 5,9GHz benutzt. Dies ist meines Wissens noch ein Entwurf.

So, jetzt muß ich nur noch eine Wi-Fi-Karte finden, die möglichst viele dieser Standards beherrscht und gleichzeitig von Linux oder BSD unterstützt wird.