Vodafail und die Nachbeben

Die ganze Aufregung um Vodafail finde ich amüsant. Wann immer ein großer Konzern versucht sich als cool und hip darzustellen, geht das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in die Hose. Soweit nichts neues. Daß die Leute, die dann im Spot auftreten aber angegriffen werden, finde ich doch blöd. Vodafone hat denen (hoffentlich) eine entsprechende Summe gezahlt, damit diese ihr (in der Bloggerszene) bekanntes Gesicht in die Kamera halten und so für Wiedererkennungswert sorgen.

Nur weil die Kampagne nicht glaubwürdig ist, muß das noch nicht heißen, daß auch die Leute unglaubwürdig sind. Jedem Bürger über dem alter von 6 Jahren sollte inzwischen klar sein, daß Werbung nicht die Realität abbildet, sondern eine feuchte Phantasie von irgendwelchen Marketingschlipsen ist, die sie sich in ihren Brainstorming-Sessions zusammenmasturbiert haben.

Man sollte also Sascha Lobo oder Schnutinger in diesem Spot als Darsteller betrachten, die ihre Rollen spielen. Daß ihre Rollen dabei ihrem realen Leben teilweise ähnelten, erleichterte diesen Darstellern ihre Arbeit.

Wieso sich nun alle auf Lobo & Co eingeschossen haben, kann ich mir nur so erklären. Der Konzern ist nicht wirklich greifbar als Person. Also hat man sich an die Personen gehalten, die leichter zu erreichen sind. Die Darsteller aus dem Werbespot. Das ist jedoch, als würde man den Melitta-Mann anpflaumen, weil man denkt, daß die Filtertüten scheiße sind: Falsches Ziel!

Nun können alle die Darsteller in Ruhe lassen und sich weiter über Vodafail lustig machen :)

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