RFID-Reader mit Debian

Wenn der RFID-Reader (in meinem Fall der ACR122) unter Debian einfach nicht funktionieren will, obwohl der Kernel anzeigt, daß er das Gerät gefunden hat. Und der pcscd ähnliche Meldungen ausspuckt:

00410836 ccid_usb.c:645:OpenUSBByName() Can't claim interface 001/008: Device or resource busy

Dann nimmt vermutlich das falsche Kernel-Modul das Gerät unter beschlag. Folgendes half bei mir, den RFID-Reader endlich zum Leben zu erwecken. In /etc/modprobe.d/rfid-blacklist.conf (Datei anlegen, da sie standardmäßig nicht existiert) folgende Zeilen einfügen:

blacklist pn533
blacklist nfc

Must-have Webdienst


Ohne Dropbox könnte ich nicht mehr leben. Ich kann damit nicht nur einen Ordner zwischen verschiedenen meiner Rechner synchronisieren

sondern auch Ordner mit anderen Dropbox-Usern teilen. Und das ganze funktioniert sogar zwischen Windows, Mac und Linux.

Und dank des Public-Ordners kann ich auch mal eben eine Datei per http zugänglich machen, ohne diese mit (s)ftp/scp/… irgendwo heraufladen zu müssen. Auch von nicht-Nerds zu bewerkstelligen.

Wen ich jetzt von Dropbox überzeugen konnte, der möge sich über meinen Referral-Link anmelden. Für jeden User, der sich darüber anmeldet, bekomme ich zusätzlichen Speicherplatz.

Wundertüte

Die FritzBox Fon (FBF) scheint ein beliebtes Ziel der Hacker und Modder zu sein. Im Grunde ist es ein DSL-Router (auch für DSL2 geeignet), Telefonanlage und VoIP-Gateway — ähnlich meinem Speedport W 700V. Was die FBF jedoch besonders macht, sind eher die inneren Werte. Auf der kleinen Kiste werkelt ein Linux-System, was es den Leuten einfach macht, den Funktionsumfang drastisch zu erweitern.

Eine Erweiterung nennt sich Caller on TV. Das nenne ich mal endlich Integration von Geräten im Haushalt. Die FBF sagt der dBox2/DreamBox, wer anruft, damit diese das auf dem Fernseher präsentieren kann.

Ich stelle mir gerade vor, wie man das nun konsequent fortführen könnte:
<träum>Ich bekomme auf dem Fernseher präsentiert, wer mich da gerade zu stören versucht. Wenn ich dann von der Fernbedienung aus den Anruf noch abweisen oder auf den Anrufbeantworter umleiten könnte, dann wäre das geradezu himmlisch. Oder könnte man die FBF nicht vielleicht auch als Anrufbeantworter benutzen? Speichermäßig könnte das vermutlich eng werden, doch ein in den USB-Anschluß eingestecker USB-Speicher könnte da vielleicht Abhilfe schaffen.
Wie wäre es mit dem Gerät als Fax-Ersatz? Von einem Windows-PC kann man zwar darüber Faxe versenden und empfangen, aber ich will dazu nicht ständig einen Computer (dazu noch einen Windows-PC) laufen haben. Das Gerät soll das doch bitte selbst erledigen und mir die Faxe dann per Email zustellen.
Oder wie wäre es mit Captchas für Anrufer ohne Rufnummernübermittlung? Wenn ein solcher Anruf ankommt, bekommt der Anrufer erstmal folgende Ansage zu hören: Hallo, dies ist kein Anrufbeantworter. Da du keine Rufnummer übermittelst, bist du erstmal bei meinem elektronischen Türsteher gelandet. Wenn du keine Umfrage machst und mir auch nichts verkaufen möchtest, dann drücke jetzt bitte die Ziffer $RANDOM auf deinem Telefon und dein Anruf wird zu meinem Telefon weitergeleitet. Alle anderen können jetzt auflegen.
</träum>

Sorgen macht mir allerdings die Integration mit dem Mac. Hier hätte ich auch gerne eine Benachrichtigung (über Growl) auf dem Bildschirm bei eingehenden Anrufen/Nachrichten. Also sowas wie BluePhoneElite nur für die FritzBox. Und auch der Faxversand vom Mac könnte sich wohl als schwierig erweisen. Für Hinweise bin ich jedoch dankbar.

Das ganze hat mich neugierig gemacht, wäre bestimmt auch ein schönes Bastelobjekt für mich. Hat jemand ein paar FBFs 7140 über? :)

Wer sich auch dafür interessiert, sollte unbedingt im IP-Phone Forum reinschauen. Ich habe den halben Tag damit verbracht, die sich mir eröffnenen Möglichkeiten im Forum zu betrachten.

Pimp my DBox

Premiere bot (oder bietet immer noch) die sogenannten DBoxen zum Premiere-Abo mit an. Eine schwarze Kiste, die das TV-Programm auf den Fernseher zaubert. Die Entwickler der Hardware der DBox2 hatten es gut gemeint und haben das Gerät mit Netzwerk (nur 10Mbit/s), Modem sowie einem PowerPC-Prozessor mit 66MHz ausgestattet. Das war auch gut so, denn so konnten findige Hardware-Hacker auf dem Gerät Linux installieren, und damit all die Funktionalität nachrüsten, die diese kleine Kiste zu einer echten Multimedia-Box machten. Das Projekt nennt sich Tuxbox.

Während die Original-Software größtenteils in Java geschrieben war und damit ziemlich träge war. Umschalten dauerte schon mal mehrere Sekunden, da macht Zappen nicht wirklich Spaß. Und das booten war auch immer ein Geduldsspiel. Die Software des Tuxbox-Projektes dagegen läuft native auf der Hardware, und ist damit schon mal deutlich reaktionsfreudiger als das Original. Und wenn man schon seine eigene Software für so ein Gerät schreibt, dann hält man sich nicht lange damit auf, die Funktionalität der alten Software nachzubilden. Man will mehr!

Auf meiner DBox2 befand sich ein System, das gut 3 Jahre alt war. Ich beschloß also das System auf den neuesten Stand zu bringen und bin von den neuen Funktionen begeistert. Man kann mit Hilfe von VLC beliebige Filme über das Netzwerk zur DBox2 schicken, um diese auf dem angeschlossenen Fernseher zu betrachten. Da die DBox2 nur mit einem PowerPC-Prozessor mit 66MHz ausgerüstet ist, hat sie einen in Hardware gegossenen MPEG1- und MPEG2-Dekoder. Möchte man also einen DivX-Film betrachten, muß das Umkodieren vom PC, auf dem VLC läuft, erledigt werden. Dann kann man aber Filme auf dem großen Fernseher anstatt des Computermonitors betrachten. Und wenn man dabei auf der Couch lümmelt, dann ist das auch gleich viel entspannter als auf dem Bürostuhl vor dem Schreibtisch.

McDonald’s demnächst mit SuSE Linux

Wie Novell in einer Presseerklärung berichtet, wird es für McDonald’s Deutschland IT Infrastruktur auf Basis von SuSE Linux implementieren.

Was heißt das nun für uns Geeks? Jobs für Linux-Admins bei McDonald’s vielleicht. Die Speisekarte wird wohl davon eher unbeeindruckt bleiben. Eine Sonderaktion für Linux-Geeks wäre aber durchaus wünschenswert. Mein Vorschlag wäre: Wer in einem T-Shirt mit einem SuSE-Logo kommt, bekommt die Sparmenüs nochmal günstiger. Oder es gibt bei jedem Happy Meal einen Geeko oder eine SuSE CD. (Man wird doch wohl noch träumen dürfen?)

Wird Linux zu fett?

Auf OSNews findet sich ein Artikel, in dem die immer fetter werdenden Linux-Distributionen angeprangert werden. Daß auch Linux gegen einen schleichenden Bloat nicht immun ist, dürfte jedem klar sein. Doch den Großteil des Bloats machen die Desktop-Systeme aus. Gnome und KDE haben sich als die Desktop-Systeme auf Linux herauskristallisiert. Dadurch ist ein anderes Desktop-System nahezu in Vergessenheit geraten.

Die Rede ist vom Urvater der Unix-Desktops, CDE. KDE schickte sich Anfangs an, ein freier Ersatz für CDE zu werden. (Die Namensähnlichkeit ist nicht zufällig) CDE läuft auch auf älteren Systemen mit akzeptabler Geschwindigkeit. Ein Nachteil von CDE soll natürlich nicht verschwiegen werden. CDE ist immer noch ein kommerzielles System. Weder der Quelltext ist frei verfügbar, noch ist es kostenlos. Meistens findet man CDE nur auf kommerziellen Unixen wie Solaris oder AIX. Doch zumindest für Linux gibt es von Xi Graphics (den meisten vermutlich als Hersteller von bekannt) ein CDE-System. In Deutschland kann man dieses CDE-System bei ixsoft bestellen.

Die OpenGroup könnte hier CDE öffnen, so wie sie es schon im Mai 2000 mit Motif (nun OpenMotif) getan hat. Ein solcher Schritt könnte sicher die Beliebtheit von CDE steigern.

Linux 2.6.0-test11

VMWare auf Linux 2.6-test11Linux nähert sich langsam seiner 2.6er Release. Während ich früher fast jeden bleeding edge Kernel durch den Compiler gejagt habe, ist mein Interesse an neuen Kernels ein wenig eingeschlafen. Ich werde wohl alt. Nun hat mich die neugier aber doch gepackt. Ich habe den neuesten Test-Kernel heruntergeladen, den ich auf kernel.org gefunden habe.

Die Konfiguration des Kernel ist deutlich überarbeitet worden und ist jetzt in einer deutlich logischeren Hierarchie verteilt. Und auch der Build selbst sieht jetzt weniger furchteinflößend aus, was darauf zurückzuführen ist, daß nicht mehr die kompletten gcc-Aufrufe zu sehen sind.

Nach dem Reboot lief natürlich erstmal mein X nicht, da ich den NVidia-Treiber benutze. Der neueste NVidia-Treiber von NVidia ist noch nicht für die 2.6er Reihe vorbereitet. Es gibt jedoch Patches, die dieses Problem beheben. Nach kurzer Zeit hatte ich also wieder ein funktionierendes X. VMWare war das nächste Problem. Aber mit einem Update war auch das Problem schnell behoben und ich wurde mit einer funktionierenden VMWare belohnt.