8. Staffel von Stargate SG-1 angelaufen

Die Wartezeit ist vorbei. Nach dem spektakulären Ende der 7. Staffel konnte ich es kaum noch erwarten, die Fortsetzung zu sehen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die 8. Staffel startete mit einer grandiosen Doppelfolge, die mich lechzend nach mehr zurückließ.

Ich bin mal sehr gespannt, was Stargate Atlantis bringen wird. Die erste Folge läuft nächsten Freitag an. Die Sci-Fi Saison hat wieder begonnen und es wird sehr spannend.

Achtung, Spoiler voraus!

Die Zerstörung von Anubis Streitmacht durch die Antikerwaffe in der Antarktis blieb auf der Erde nicht unbemerkt. Da die Antarktis laut internationalen Verträgen nicht für Waffentests oder militärische Aktionen genutzt werden darf, muß nun ein Kompromiß gefunden werden, wie der Außenposten der Antiker in der Antarktis genutzt werden soll. Eine gefundene Aufgabe für Dr. Elizabeth Weir (gespielt von Torri Higginson, die Sci-Fi Fans aus TekWar bekannt sein dürfte), die eine Expertin für Verhandlung auf internationaler Ebene ist.

Um Jack O’Neill aus seiner Frostkammer zu retten, überredet Samantha Carter Dr. Weir, mit dem von O’Neill modifizierten Goa’uld Frachter die Asgard aufzusuchen. Sie beschließen nach Hala, der ehemaligen Heimat der Asgard, zu fliegen. Hala befindet sich in einem Zeitdilatationsfeld, das SG-1 aktiviert hat, nachdem die Asgard alle Replikatoren dorthin gelockt hatten. Dieses Zeitdilatationsfeld würde die Replikatoren nur für wenige Jahre aufhalten und diese Zeit war nun abgelaufen. Carter geht also davon aus, daß die Asgard Hala beobachten würden, was die beste Chance wäre, sie zu finden und um Hilfe zu bitten.

Als Carter und Teal’c (jetzt mit Haaren) das Othala-System (in dem sich Hala befindet) erreichen, ist die Sonne zu einem schwarzen Loch geworden und Thor rettet Carter und Teal’c in letzter Sekunde aus dem in das Gravitationsfeld geratenen Frachter. Thor erklärt den beiden, daß er die Sonne in ein schwarzen Loch verwandelt hat, in der Hoffnung, es würde Hala samt aller Replikatoren verschlingen. Doch die Replikatoren formen ein Raumschiff und können den Gravitationskräften des schwarzen Loches entkommen. Bei ihrer Flucht entern einige Replikatoren Thors Schiff (die “Daniel Jackson”) und entführen Carter. Das Replikatorenschiff nimmt Kurs auf Orilla, die neue Heimat der Asgard. Thor gelingt es nicht, sich mit der “Daniel Jackson” im Hyperraum nahe genug an das Replikatorenschiff zu bringen, um die Selbstzerstörung auszulösen und damit beide Schiffe zu vernichten. Er sendet eine Nachricht an Orilla, um die restlichen Asgard zu warnen, die sich mit ihren Schiffen postieren, um das Replikatorenschiff zu zerstören, sobald es den Hyperraum verläßt. Es gelingt den Asgard das Replikatorenschiff zu zerstören, doch die Trümmer gehen auf Orilla nieder und die Replikatoren beginnen sich auszubreiten.

Thor sieht nur eine Chance, die neue Heimat der Asgard zu retten. Das Wissen der Antiker in O’Neills Gehirn. Er holt Daniel Jackson und den eingefrorenen Jack O’Neill auf der Erde ab. Thor verbindet O’Neills Gehirn mit dem Schiffscomputer während sein Körper sich in einer Art medizinischer Kapsel befindet, die zumindest zeitweise verhindern soll, daß O’Neill stirbt. Mit Hilfe des Wissens der Antiker gelingt es O’Neill ein Gerät zu konstruieren, dessen Zweck oder Funktionsweise zunächst jedoch unklar ist. Thor löscht das Wissen der Antiker aus O’Neills Gehirt und belebt ihn wieder. Als die “Daniel Jackson” Orilla erreicht finden sie einen inaktiven humanoiden Replikatoren im Weltraum treibend und beamen ihn an Bord. Mit seiner Hilfe belauschen sie die Kommunikation der Replikatoren und finden Hinweise darauf, daß Sam doch noch am leben sein könnte. Der bislang inaktive Replikator wird aktiv und gefährdet das ganze Schiff. Die Schußwaffen können dem Replikator nichts anhanben, doch O’Neill gelingt es mit dem von ihm konstruierten Gerät, den Replikator zu vernichten. Thor beschließt eine größere Variante von O’Neills Waffe in sein Schiff einzubauen um ganz Orilla von den Replikatoren zu befreien.

Sam wurde in der Zwischenzeit von Fifth (G. Patrick Currie) gequält, der sehr sauer darüber ist, daß sie ihn Betrogen hat als sie das Zeitdilatationsfeld eingeschaltet hat und ihn auf Hala zurückließ. Doch er empfindet mehr als nur Wut. Als das Replikatorenschiff von den Asgard zerstört wird, schafft es Fifth sich und Sam auf Orilla zu retten. Dort spielt er Sam vor, sie würde mit Pete — ihrem Freund — (David DeLuise) auf einer Farm leben. Sam glaubt diese Illusion von Anfang an nicht. Da gesteht ihr Fifth, daß er sie liebe. Doch Carter macht ihm klar, daß sie ihn niemals wird lieben können.

O’Neill, Teal’c und Jackson beamen hinunter auf Orilla in die Nähe einer Replikatorenansammlung, in der sie Carter vermuten. Sie vernichten viele nichthumanoide Replikatoren als Fifth sie warnt, daß er Carter auf der Stelle tötet, wen sie sie nicht aufhören seine Brüder zu töten. Fifth flüchtet, als er merkt, daß O’Neill und die Asgard eine effektive Waffe gegen die Replikatoren gefunden haben. Bei seiner Flucht läßt er jedoch Carter auf Orilla zurück. Mit den auf Orilla gewonnenen Resoucen baut er sich seine eigene Carter.

Währenddessen auf der Erde: Die Systemlords bitten um ein Abkommen mit der Erde. Sie schicken 3 Systemlords als Vertreter auf die Erde: Yu (Vince Crestejo), Amaterasu (Kira Clavell) und Camulus (Steve Bacic, der auch den Gaheris Rhade/Telemachus Rhade in Gene Roddenbarrys Andromeda gespielt hat). Nach Anubis Tod, hat Baal sein Reich übernommen und die übrigen Systemlords können nichts gegen ihn ausrichten. Da die Erde im Besitz einer Superwaffe ist, mit der sie Anubis vernichtet hat, hoffen sie, daß sie diese Waffe auch gegen Baal einsetzen könnten. Doch auf der Erde weiß niemand, wie man diese Waffe bedient oder ob sie noch genug Energie für einen zweiten Schuß besitzt. Doch das will man den Systemlords nicht verraten, ansonsten würden sie versuchen die Erde mitsamt der Waffe in ihren Besitzt zu bringen. Als die Verhandlungen nicht vorwärtskommen, entscheiden die Systemlords eine Demonstration der Waffe zu erzwingen, indem sie ein Goa’uld Mutterschiff auf den Weg zur Erde schicken.

Inzwischen hat man sich geeinigt, wie die Leitung des Außenpostens der Antiker in der Antarktis aussehen soll. Es soll nicht unter militärischer Kontrolle stehen und Dr. Weir übernimmt diese Aufgabe (das sind schon die Vorboten auf Stargate Atlantis). Die Leitung des SGC übernimmt Brigadier General Jack O’Neill. (Ja, O’Neill wurde vom Colonel befördert) Als erste Amtshandlung befördert er Carter vom Major zum Lieutenant Colonel.

Spot the Star Trek guy in Stargate

Es ist immer wieder lustig die vielen aus Star Trek vertrauten Schauspieler in anderen Sci-Fi-Serien zu sehen. Gerade bei Stargate SG-1 scheinen diese Schauspieler eine zweite Zuflucht gefunden zu haben.

Bislang aufgefallen sind mir:

John de Lancie
Jeder kennt und liebt Q aus Star Trek: The Next Generation, Star Trek: Voyager und Star Trek: Deep Space 9. Bei Stargate spielt(e) er Colonel Frank Simmons.
Robert Picardo
Was wäre die Voyager ohne ihr medizinisch-holographisches Notfallprogramm (MHN)? Bei Stargate SG-1 spielt er Agent Richard Woolsey.
Marina Sirtis
Counsellor Deanna Troi war ein ein wichtiges Mitglied der Crew auf der Enterprise NCC-1701-D. Auch wenn ihre Dialoge etwas etwas vorhersehbar waren. “Ich fühle schmerz.“ Bei Stargate spielt sie die russische Wissenschaftlerin Dr. Svetlana Markov
Rene Auberjonois
Deep Space 9 wäre ohne Constable Odo in Anarchie verfallen. Bei Stargate spielte er Alar.
Armin Shimerman
Auf Deep Space 9 spielte er immer den windigen und gierigen Ferengi Quark. In Stargate war er der Nox Anteaus.
John Billingsley
Star Trek: Enterprise wäre ohne ihren Dr. Phlox ziemlich arm dran. Ich liebe seinen denobulanischen Humor. Auch bei Stargate spielt er einen Wissenschaftler. Simon Coombs ist ein leicht trotteliger Wissenschaftler. Das wirklich lustige an Coombs ist, daß er ein Trekkie ist und mit seinen Wissenschaftlerkollegen über Star Trek fachsimpelt.
Jolene Blalock
Jolene Blalock spielt auf der Enterprise NX-01 die Vulkanierin Subcommander T’Pol. Das hervorstechendste Merkmal von T’Pol sind die großen Schmolllippen und die hautenge Uniform. Bei Stargate spielt sie die weibliche Jaffa Ishta.

Die Zylonen sind zurück…

… und sie sind sexy Unterwäschemodels :). Der US-Sender Sci-Fi hat die alte Battlestar Galactica Serie neu verfilmt.

Der Krieg gegen die Zylonen ist seit über 40 Jahren vorbei. Die Zylonen zogen sich an einen unbekannten Ort zurück und wurden seitdem nicht wieder gesehen. Auch an der Galactica ist die Zeit nicht spurlos vorbeigegangen. In wenigen Tagen soll sie außer Dienst gestellt werden und zu einem Museum umfunktioniert werden. Damit wird auch der Commander der Galactica, Commander William Adama (gespielt von Edward James Olmos, den meisten wohl am besten bekannt als Lieutenant Martin Castillo aus der Serie Miami Vice), in den Ruhestand gehen. Gerade zu diesem Zeitpunkt entschließen sich die Zylonen für ihr Comeback, um ihre Schöpfer (Ja, ganz recht, die Zylonen wurden von den Menschen geschaffen) nun endgültig auszulöschen. Die Zylonen waren nicht untätig in der Zwischenzeit. Sie schufen neue Modelle ihrer selbst, die von einem Menschen nicht zu unterscheiden sind. Das Modell Nr. 6 ist eine äußerst verführerische Frau (gespielt von Tricia Helfer, einem Victoria’s Secrets Dessousmodel), die sich an Dr. Gaius Baltar (gespielt von James Callis) heranmacht, der unter anderem das Navigationssystem für Raumschiffe entwickelt hat. Als die Mitarbeiterin von Dr. Gaius Baltar hat sie offenbar auch eine Hintertür in dem System gelassen, mit dem die Zylonen die gesamten Systeme der Raumschiffe abschalten können, da auf den Schiffen alle Rechner miteinander vernetzt sind. Nur auf der Galactica ist alles noch ein wenig anders. Die Computer sind nicht untereinander vernetzt und auch sonst ist vieles Handarbeit (“hands-on”). Damit wird die Galactica zur letzten Hoffnung der Menschen. Noch mehr zu verraten, würde jetzt vermutlich die Spannung nehmen. Bleibt noch anzumerken, daß der Schluß durchaus einen Cliffhanger bereithält, der als Anfangspunkt einer neuen Serie dienen könnte.

Die Special-Effects sind gut gelungen und die Flugphysik im Weltraum wurde glaubhaft und realitätsnah umgesetzt. Kenner der alten Serie werden vielleicht ein wenig verwirrt sein. Starbuck ist nun eine Frau! (Boomer auch) Aber ansonsten hat sich nicht viel geändert. Starbuck raucht Zigarren, schlägt sich mit höhergestellten Offizieren und hat eine große Klappe. Im Gegensatz zur alten Serie haben die Charakere auch “normale” Namen. Apollo heißt also Lee Adama (Commander William Adamas Sohn).

Abschließend kann ich sagen, daß es eine durchaus gelungene Umsetzung des alten Stoffes ist, die durchaus sehenswert ist. Ganz egal, ob man die alte Serie mochte oder nicht.