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Verschiedenes

Grundverschlüsselung im digitalen Kabel

Während einige Kabelbetreiber wohl versuchen monatliche Gebühren für digitale Free-TV Programme zu verlangen, ist die die sogenannte Grundverschlüsselung inzwischen Realität. Im Kabel Deutschland kann man die privaten Sender digital nur empfangen, wenn man vorher 14,50€ dafür berappt hat. (s. Bilder)


Kaum lesbar in den Fußnoten verbirgt sich, die Freischaltgebühr. Wozu werden solche Sender verschlüsselt? Es gibt keinen technischen Grund, diese Sender zu verschlüsseln. Vielmehr verlangt man hier Geld für etwas, was es bislang gratis gab. Ein lukratives Geschäftsmodell. Aber Geld für Sender zu verlangen, die sich mit penetranter Werbung finanzieren ist schon ein Hammer. Besonders, da die Sender von diesem Geld nicht bekommen.

Schon vor fast einem Jahr warnten Verbraucherschützer vor einer solchen Grundverschlüsselung. Offenbar ist diese Warnung ungehört verhallt.

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Unterhaltung

Die Privaten doch nicht verschlüsselt

Irgendwo tauchte kurz das Gerücht auf, daß die privaten Sender (davon gibt es scheinbar nur noch 2: RTL und SAT1PRO7K1VOX) ihr Programm nur noch verschlüsselt anbieten möchten. Dieses Gerücht würde natürlich auch sofort wieder dementiert. Und das kann ich auch verstehen. Wer würde für ein Fernsehprogramm, wie es gerade auf den Sendern läuft noch Geld ausgeben wollen? Andererseits. Würde sich durch diese Mehreinnahmen der Sender das Programm verbessern (ja, ich weiß, ich bin ein hoffnungsloser Optimist), dann wäre mir das die 3€/Monat wert.

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Hardware

Kunden sind alle Verbrecher

Die Filmindustrie hält offenbar alle ihre Kunden (damit sind die Zuschauer gemeint) für Verbrecher, vor denen sie ihre Werke schützen muß. Der Kunde darf nur schauen aber nicht anfassen. Und so versucht man auch beim kommenden HD DVD-Format den Inhalt der DVD vor dem Kunden zu schützen. Neben einer starken Verschlüsselung will man einzelne Geräteserien über Schlüssel am Abspielen von DVDs hindern.

[…]Jede Disc bringt eine stets aktuell gehaltene Liste von Geräteschlüsseln mit. Merkt der Hersteller, dass ein Gerät kompromitiert wurde, so lassen sich zum einen alle neuen HD-Filme nicht mehr auf diesem Gerät abspielen.[…]

Mit anderen Worten: Ich kaufe Gerät XY von Hersteller Z. Findige Hacker finden heraus, wie sich mit diesem Gerät Unfug anstellen läßt, damit dieser Player die wertvollen Filme unverschlüsselt preisgibt. Prompt werden alle neuen HD DVDs nur noch ohne Schlüssel für Gerät XY hergestellt. Ich kaufe eine neue HD DVD im Laden und muß feststellen, daß ich diese auf meinem Player nicht mehr abspielen kann. Alle Modelle XY vom Hersteller Z sind von den nachfolgenden HD DVDs ausgeschlossen.

Ich kann mir eigentlich kaum vorstellen, daß irgendein Player-Hersteller sich auf sowas einläßt. Denn würde ein Gerät tatsächlich mal deaktiviert, so wären Schadensersatzforderungen garantiert. Doch das ist noch nicht genug:

[…]Sie packen bei ihrem BD+ genannten System zusätzliche ausführbare Schnüffelprogramme auf die Blu-ray Disc. Diese Programme laufen auf der Player-Hardware oder -Software in einer Virtual Machine und überprüfen im Hintergrund, ob der Ausgabestrom manipuliert wird. Stellt BD+ eine Veränderung fest, so wird die Ausgabe abgebrochen.[…]

Schnüffelprogramme auf dem Player! OK, zugegeben, das Wort Schnüffelprogramm wirkt sehr reißerisch. Aber eine DVD, die Programme mitbringt, die ungefragt auf meinem DVD-Player ausgeführt werden? Sowas finde ich dann doch recht bedenklich. Fragt sich natürlich, was die virtuelle Maschine alles den Programmen erlaubt. Ich warte noch immer auf die ersten Viren für diese virtuellen Maschinen. Norton AntiVirus for DVD-Players steht bei Symantec bestimmt schon in den Startlöchern.

Fehlen eigentlich nur noch Player, die erst online eine Prüfung durchführen, ob man die DVD überhaupt abspielen darf. Aber ich bin mir sicher, daß die kommende Higher Definition DVD sowas mitbringen wird.

(Gefunden bei heise online)

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Internet

Wardriving durch Lüdenscheid

Als ich am Samstag zum Einkaufen fuhr, habe ich aus Spaß mal mein PowerBook auf den Beifahrersitz gelegt und KisMAC mitlaufen lassen. Einmal in die Innenstadt und dann wieder zurück. Auf dieser Strecke fand ich über 60 Funknetze. Das an sich ist vermutlich nicht ungewöhnlich. Interessant fand ich jedoch die Anzahl der unverschlüsselten Netze. Fast ziemlich genau 50% der Netze waren unverschlüsselt. Den Leuten macht es wohl nichts aus, wenn man ihre Daten mitschnüffelt oder ihren Internetzugang benutzt.

Es sind scheinbar Leute, die sich nicht die Mühe machen, ihre DSL/WLAN-Router zu konfigurieren. Interessanterweise sind es fast immer Leute, die scheinbar die Telekom-Router benutzen. Die SSIDs der unverschlüsselten Netzwerke sind fast immer „WLAN“. Dies ist die voreingestellte SSID der T-Sinus(?) 1054 Router der Telekom. Dies ist umso erstaunlicher, da der Router bei der Einrichtung explizit davor warnt, wenn man die Verschlüsselung nicht aktiviert hat. Ich sollte mal dieser Sache auf den Grund gehen.

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Hardware

Verschlüsselte Zutatenliste auf Joghurtbecher sichert Qualität

Dies ist natürlich völliger Blödsinn, aber mit genau dieser Argumentation versucht Nikon die Verschlüsselung der Weißabgleichsdaten in ihrem proprietären RAW-Format zu rechtfertigen. Leider konnte Nikon bislang nicht wirklich schlüssig erklären, wie diese Verschlüsselung die Qualität der Bilder sicherstellen soll. Vielmehr drängt sich hier der Verdacht auf, daß Nikon versucht, bestimmte Software einfach auszusperren oder gar eigene Software als Zubehör zu verkaufen. Verschlüsselung von Daten wurde bislang immer nur benutzt, um andere auszuschließen. Ein Beispiel, in dem die Verschlüsselung von Daten die Qualität eines Produktes gesichert hat, muß mir erstmal jemand glaubhaft präsentieren.

[Via Golem.de]

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Internet Mac Software Unix Windows

Der Donnervogel

Thunderbird LogoLange Zeit habe ich Mulberry benutzt, weil es der einzige E-Mailclient war, der IMAP4, LDAP und PGP/GnuPG vernünftig beherrschte und gleichzeitig für Linux und Windows verfügbar war. Während Mulberry immer noch ein solider Client ist, so kostet es ein wenig (nicht, daß es nicht den Preis wert wäre) und die kryptographischen Plug-ins kosten nochmal extra. Außerdem wirkt die Oberläche ein wenig altbacken.

ThunderbirdIm Schatten des großen Mozilla und somit weitgehend unbemerkt hat sich ein weiterer E-Mailclient entwickelt. Thunderbird kann inzwischen alles, was man von einem modernen Client erwartet. Und sogar noch etwas mehr. Wie jeder moderne E-Mailclient beherrscht es POP3, IMAP4 und SMTP (wahlweise verschlüsselt oder unverschlüsselt). Adressen können in LDAP abgelegt werden und es gibt auch Plug-ins, um E-Mails mit S/MIME bzw. PGP zu verschlüsseln. Ein trainierbarer Junkmailfilter hilft einem dabei, die lästige Werbemails auszusortieren. Laptopbenutzer werden den Offline-Mode zu schätzen lernen. Damit werden IMAP-Ordner lokal heruntergeladen und können danach ohne Netzverbindung benutzt werden. Kehrt man aus dem Offline-Mode zurück, werden alle lokalen Änderungen mit dem Server synchronisiert (lokale gelöschte E-Mails werden auf dem Server gelöscht, geschriebene Mails werden abgeschickt, …)

Nicht unerwähnt bleiben sollte auch der Support für NNTP, mit dem sich Usenet Diskussionsforen benutzen lassen. Bis zum ultimativen E-Mailclient fehlt Thunderbird nur noch Support für Sieve. Wenn ich aus meinem E-Mailclient die Sieveskripte auf dem Server bearbeiten kann, dann habe ich den Client für mich gefunden.