Axel E. Fischer fordert…

Wenn Politiker ihre Ahnungslosigkeit über das Internet demonstrieren, dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie zum Spott im Internet werden. Axel E. Fischer, CDU, forderte ein Vermummungsverbot im Internet und erschuf ein neues Meme. Twitter ist voll von Axel E. Fischer fordert-Parodien. Hier sind meine Favoriten:

  • Axel E. Fischer fordert Zahnersatz für Bluetooth-Geräte.
  • Axel E. Fischer fordert Buchpreisbindung für Facebooks.
  • Axel E. Fischer fordert Homoehe in heterogenen Netzwerken.
  • Axel E. Fischer fordert Verdummungsverbot für CDU-Politiker.
  • Axel E. Fischer fordert Strafgebühr für nicht zurückgespulte Youtube-Videos.
  • Axel E. Fischer fordert Tierheime für LOLcats.
  • Axel E. Fischer fordert Fangquoten für Fail-Whales.
  • Axel E. Fischer fordert Pflaster für Schnittstellen.
  • Axel E. Fischer fordert Hafensteuer für Ports.
  • Axel E. Fischer fordert Überrollbügel für Rickrolls.

Hier noch mehr Forderungen.

Ein Hoch auf NetShare

Während also alle in der Firma ohne Internet saßen, weil weil in der Vermittlungsstelle die DSLAMs abgeraucht sind (oder bloß geklaut wurden). Habe ich fröhlich mein iPhone als Router benutzt, um ein wenig im Web zu paddeln. Gut, daß ich während der kurzen Zeit zugeschlagen habe, als das App im AppStore zu haben war.

Neue Musik finden

Es gibt ein paar Dienste wie Last.fm oder Pandora, die sich darauf spezialisiert haben, nicht nur die musikalischen Vorlieben des Benutzers zu erfassen, sondern auch ihm neue Musik vorzuschlagen, die ihm möglicherweise gefallen könnte. Das geschieht hauptsächlich auf 2 Wegen:

  1. Die Musikgenres werden erfaßt und es wird dann Musik aus dem gleichen Genre vorgeschlagen.
  2. Die Vorlieben des Benutzers werden mit den Vorlieben anderer Benutzer verglichen um dann Musik vorzuschlagen, die dem Benutzer auch gefallen würde. (Ein bißchen wie Amazons “Kunden, die X gekauften haben, haben auch Y gekauft”)

Ersteres ist relativ einfach zu implementieren. Damit könnte jeder seinen eigenen Musik-Vorschlag-Dienst starten. Zweiteres ist schon dagegen komplizierter. (Wer weiß, ob da nicht möglicherweise irgendwelche Patente darauf liegen) Ich würde gerne eine dritte Möglichkeit vorschlagen. Die Musik auf Tempo, Frequenzgang und andere Kriterien untersuchen und dann anhand dieser Kriterien ähnliche Musik suchen. Ein Mensch kann selten beschreiben, warum er einen Song gut findet und einen anderen nicht. Warum also nicht den Computer eine Art von Profil errechnen lassen, welche Merkmale ein Song haben muß, damit er dem Benutzer gefällt? Ich wäre sehr gespannt auf die Musikvorschläge, die so ein Dienst produzieren würde.

Mein erstes Mal

Ich glaube, es was 1995 kurz nach dem Abitur als ich der Universität Dortmund einen Besuch abstattete…

Habe ich eigentlich erwähnt, daß es in diesem Artikel nicht um Sex sondern um meine erste Interneterfahrung geht? (Was bin ich doch für ein Schwein, nur um ein paar Extraclicks zu bekommen)

In einem der Gebäude stand ein öffentliches Internetterminal mit irgendwas unixoiden und einem Netscape Navigator (muß wohl so Version 2 oder 3 gewesen sein). Ich hatte bereits damals schon vom Internet gehört, doch bis dahin gehörte es für mich in das Land der Mythen und Legenden. Ein Weltumspannendes Netzwerk, in dem man mit Menschen aus aller Welt kommunizieren konnte.

Ich erinnere mich nicht mehr, welche Webseiten ich damals besucht habe. Ich hatte auch nur ca. 20-30min damit verbracht, doch die Möglichkeit Informationen aus aller Welt jederzeit Abrufbar zu haben, hat mich sofort in den ihren Bann gezogen. Irgendwann gegen Ende 1995 bestellte ich also ISDN sowie BTX um mit hochgeschwindigkeit ins Internet zu kommen.

Wie das Netz seine eigenen Mythen und Legenden erzeugt

Wer das Tammy Nyp Video noch nicht gesehen hat, ist selbst schuld. Dabei verlinken doch inzwischen fast alle Blogs darauf. Das Tammy Nyp Video entwickelt sich dabei noch besser als der kürzliche Blondinenwitz, der durch diverse Blogs geisterte.

Und für diejenigen, die hinter dem Mond leben: Die Tammy, ein Mädchen aus Singapur, hat sich mit ihrem Handy dabei gefilmt, wie sie ihrem Freund einen bläst. Dummerweise verlor sie ihr Handy (oder er wurde gestohlen) und das Video landete im Internet. Nun sind alle geil auf das Video.

Und wer die Anspielung oben nicht verstanden hat, wird das Video nie finden.

PS: Ich streue jetzt noch ein paar wilde Gerüchte. Der Typ auf dem Video ist in wirklichkeit der Sänger von Tokio Hotel.

PPS: Hoffentlich verwandelt sich mein Server nun nicht in einen qualmenden Haufen Schlacke.

Tunnelbauen durch das Internet

Daß man Tunnel kreuz und quer durch das Internet bauen kann ist ja nichts neues. Aber das hier fand ich schon faszinierend.

In 2 Werken eines Kunden sind jeweils VoIP-Anlagen im Betrieb. Ein Betrieb steht im Ausland der andere hier in Deutschland. Wir haben die beiden Anlagen per Internet miteinander verbunden, um Gespräche zwischen den Werken durch das Internet zu schieben und um Gebühren zu sparen. Da die Durchwahlen in den beiden Werken in getrennten Zahlenbereichen liegen, erreichten wir einen kleinen aber sehr angenehmen Nebeneffekt. Man kann nun Mitarbeiter aus dem ausländischen Werk über die Rufnummer in Deutschland erreichen, wenn man einfach deren Durchwahl wählt.

Faszinierend.

DNS ICBM-Adressen

LOC records associate a location with a DNS entry. They used to be called ICBM records until people got all serious.

All your IPv9 are belong to China… for great control

Was macht man, wenn man das Internet nicht kontrollieren kann? Genau, man baut sich ein eigenes, zu nichts kompatibles Internet. Und damit es cool klingt, gibt man dem Protokoll eine höhere Versionsnummer als alle bisher dagewesenen. So, oder so ähnlich müssen wohl die Erfinder von IPv9 gedacht haben. Und weil Hostnamen viel zu leicht zu merken sind, werden die Hosts über 10stellige Nummern (ähnliche wie Telefonnummern) adressiert.

Vielleicht liegt aber auch das chinesische Äquivalent zum 1. April irgendwann anfang Juli und die Chinesen haben gerade RFC 1606 für sich entdeckt?

Die magischen 34464 Ports des Web

21:43:44 <      toor> 34464 <- gibts so viele ports?
21:44:15 <@ FastJack> toor: 65536
21:45:02 <      toor> und von denen sind 34464 ausschliesslich für web gedacht? :)
21:46:42 <      toor> jedenfalls wenn ich meinem konqueror sage, 127.0.0.1:100000 dann springt er von allein auf 127.0.0.1:34464