WLAN für den Palm

Es ist also soweit. PalmOne hat also endlich die Wi-Fi-Karte offiziell angekündigt. Unterstützt werden nur der Zire 72 und Tungsten T3 (was für ein Glück für mich). Die Karte selbst soll laut PalmOne nur WEP beherrschen, doch als Ausgleich liefert PalmOne einen VPN-Client (PPTP) mit. Ich vermute, daß es sich dabei um Mergic VPN handelt. Die Karte soll ab dem 3. September erhältlich sein – mal schauen, ob auch in Europa. Der Preis in den USA soll $129 betragen.

Ich bin mal gespannt, wie lange der Akku meines T3 mit der Karte durchhält. Ich kann mit aktivem Bluetooth schon einige Stunden lang per GPRS durchchatten, bevor der Akku auf 50% abfällt. Eine ähnliche Laufzeit würde ich mir auch mit der Karte wünschen. Es wird spannend.

SanDisk doch mit Treibern für die Wi-Fi SD-Karte

So kann man sich irren. Da hatte ich gerade noch angenommen, daß SanDisk die PalmOS Treiber für seine Wi-Fi SD-Karte nie rausbringen würde, da überrascht mich SanDisk mit ersten Testversionen der Treiber für den Zire 71.

Da sich die Palms untereinander wohl sehr unterscheiden, wird sich SanDisk wohl ganz genau überlegen, für welche Modelle sie Treiber bereitstellen werden. Wie es mit Treibern für den Tungsten T3 aussieht, steht noch nicht fest. Ich persönlich warte noch auf die Wi-Fi-Karte von PalmOne, da ich davon ausgehe, daß die Treiber von PalmOne sich besser in das System einfügen werden. SanDisk dagegen könnte mich als Kunden gewinnen, wenn sie ihre Wi-Fi SD-Karte auch mit 128MB Speicher — ähnlich der Wi-Fi CF-Karte — anbieten würden.

RSS-Reader für Palm

Hand/RSS IconHandRSS Screenshot
Viele Websiten – insbesondere Blogs – bieten eine Zusammenfassung ihrer Artikel als sogenannte RSS-Feeds an. Diese werden in der Regel als RDF angeboten. Da sich nacktes XML eher mühsam liest, braucht man ein passendes Programm dafür. Auf dem Palm empfiehlt sich Hand/RSS von Stand Alone, Inc.. Man kann im Programm beliebige RSS-Feeds eintragen. Das Programm aktualisiert diese Feeds dann entweder selbständig über das Internet oder beim HotSync (vorausgesetzt man hat das passende Conduit installiert). Wenn eine Webseite nur einen gekürzten Ausschnitt der Artikel anbietet, kann man aus Hand/RSS heraus direkt den Browser aufrufen, der einen zu der Webseite führt. Man könnte natürlich auch einzelne Einträge per E-Mail weiterleiten. Leider funktioniert das auf meinem Tungsten T3 nicht, weil Hand/RSS bislang nur MultiMail und nicht das im Tungsten T3 eingebaute VersaMail unterstützt.

Palm als SD-Card Laufwerk

Card Export 2

PalmOne PDAs verfügen über einen Kartenslot, der SD/MMC-Karten aufnehmen kann. Diese Karten enthalten in der Regel ein VFAT-Dateisystem und können damit auch vom PC direkt gelesen werden. Vorausgesetzt, man verfügt über einen Karteleser.

WechseldatenträgerDoch es geht auch ohne zusätzliche Hardware. Man kann den PalmOne PDA in einen Kartenleser verwandeln. Mit Softicks Card Export 2 kann man die im PDA eingesteckte Karte als USB-Datenträger exportieren. Einfach kurz auf “Connect to Desktop” tippen und schon erkennt der PC den PalmOne PDA in seiner USB-Cradle als einen USB-Datenträger.

SSH auf dem Palm

Als Admin wird man an den unmöglichsten Orten wegen irgendwelcher Computerprobleme angerufen. Damit man nicht immer an den Computer Ground Zero fahren muß, haben die Götter die Fernwartung (remote administration) erfunden. Dazu braucht man aber nicht unbedingt einen vollwertingen Computer oder Laptop, ein kleiner Palm PDA tut es oft auch.

Auf Unix wurde Telnet schon vor einiger Zeit durch das sicherere SSH ersetzt. Und jeder Admin, der seine Schuhe schonen möchte, hat SSH auf allen seinen Maschinen installiert. Um dann vom Palm PDA auf diese Maschinen zugreifen zu können, fehlt noch ein Client. TuSSH ist ein solcher Client für PalmOS (ab Version 3.5). Das Programm bringt eine vollwertige vt100/vt100-color/ansi Terminalemulation sowie auch eine eigene tussh Terminalemulation mit, für die ich jedoch bislang keinen passenden termcap/terminfo Eintrag dafür finden konnte. Unterstützt werden die Protokollversionen 1 und 2 von SSH. Beides funktioniert reibungslos mit OpenSSH. (anderen SSH-Server benutze ich nicht)

Die Bedienung ist recht simpel gehalten. Man gibt den Hostnamen, Benutzernamen und Paßwort an und wird mit dem entsprechenden Host verbunden. Und schon kann man auf der entfernten Maschine loslegen. Da man unter Unix bestimmte Sonderzeichen besonders häufig braucht (Pipe, Strg, Esc, …) und diese mit Grafitti schwer oder gar nicht darstellen lassen, besitzt TuSSH ein Menü, um diese Sonderzeichen auszuwählen. Der 5-Wege-Navigator einiger Palm PDAs emuliert die Cursortasten, was besonders bei Shells mit History eine große Arbeitserleichterung darstellt.


Die vt100 Terminalemulation klappt prima und Anwendungen wie top(1) stellen kein Problem dar. Bei PDAs mit virtueller Grafittifläche kann diese auch noch eingefahren werden, um mehr Platz auf dem Bildschirm zu haben und/oder der Bildschirm kann um 90° gedreht werden. Leider klappt dies bei meinem Tungsten T3 aus unerfindlichen Gründen nicht wie geplant, doch ich habe mich mit dem Autor in Verbindung gesetzt und hoffe, daß er dieses Problem lösen kann. Im PalmOS Simulator klappt dies jedoch. Zu bemängeln wäre, daß das Ein-/Ausfahren der virtuellen Grafittifläche zwar das Terminal vergrößert, jedoch bekommt das der entfernte Rechner nicht mit. (Dies läßt sich gut beobachten, wenn man bei laufendem top(1) die Grafittifläche ein- bzw. ausfährt)

Bislang unterstützt TuSSH nur die Authentifizierung via Paßwort, doch ich hoffe, daß bis zur Version 1.0 noch die Authentifizierung anhand von kryptographischer Schlüssel implementiert wird.

Neues Spielzeug

Nachdem ich meinen alten Palm m515 mit JackSprat/JackFlash gehimmelt habe, mußte ein neuer PDA her. Die Wahl war einfach. Es mußte mal wieder der größte, coolste und (leider) auch teuerste Palm sein. Ein PalmOne (man beachte den neuen Namen) Tungsten T3. (Ich hoffe, daß PalmOne mit nicht böse ist, weil ich mir die Animation von der Produktseite “ausgeliehen” habe.)

Der größte Clou des Tungsten T3 ist die ausziehbare Eingabefläche. Und wenn man die Eingabefläche mal nicht benötigt, kann man diese auch “wegklappen” und als zusätzliche Bildschirmfläche benutzen. Damit wächst die Displaygröße auf – für PDA-Verhältnisse – stattliche 320×480 Pixel.

Die Akkulaufzeit ist leider etwas kurz im vergleich zu einigen anderen PDAs. Glücklicherweise kann man das Bluetooth-Modul mit wenigen Handgriffen deaktivieren. Inwiefern sich das auf die Laufzeit des T3 auswirkt, konnte ich noch nicht feststellen. Auch das Display läßt sich dimmen, was möglicherweise eine positive Auswirkung auf die Akkulaufzeit haben könnte.

Einziger Kritikpunkt richtet sich an PalmOne selbst. PalmOne bietet bislang keinen PDA mit Bluetooth und IEEE 802.11b (auch als Wireless LAN bekannt) an. Sony hat es bei den Clié PDAs auch geschafft.