Mac OS X auf Intel-Prozessoren nicht ganz überraschend

Einige Leute waren doch ziemlich geschockt, daß Mac OS X demnächst auf x86-Prozessoren laufen soll. Noch geschockter waren sie jedoch, als sie erfuhren, daß alle bisherigen Versionen von Mac OS X bei Apple immer auch für x86 gebaut wurden. Schaut man sich die Entwicklungsgeschichte von Mac OS X an, so ist das gar nicht so überraschend.

Mac OS X ist ein Nachfahr von NeXTSTEP. NeXTSTEP war damals in der Lage auf 4 verschiedenen Prozessorarchitekturen zu laufen: m68k, x86, HP-PA und Sparc. Während der Evolution nach OpenStep wurde die HP-PA-Architektur fallengelassen. Nachdem Apple NeXT aufgekauft hat, wurde dieses Betriebsystem zur Basis für das heutige Mac OS X. Die ersten Versionen von Rhapsody (das war der Codename für das Projekt) liefen auf x86- und PowerPC-Prozessoren. Die letzte Version von Rhapsody, die offiziell auf x86-Prozessoren lief, war die DR2 (Developer Release 2). Alle weiteren Developer Releases und die finalen Versionen wurden von Apple nur noch für PowerPC-Prozessoren gebaut. Apple selbst hat jedoch nie die x86-Builds aufgegeben. Intern wurde Mac OS X immer auch für x86 gebaut und getestet.

Steve Jobs bezeichnete die x86-Builds als Plan B. Ich weiß nicht, ob das einfach geniale Voraussicht oder bloß eine glückliche Verkettung von Zufällen ist. Mich beschäftigt jetzt die Frage, ob sich Apple sicherheitshalber einen neuen Plan B zulegt. Und welche Prozessorarchitektur dies sein könnte.

One Reply to “Mac OS X auf Intel-Prozessoren nicht ganz überraschend”

  1. flowtech: Es geht nicht nur um die Software von Adobe, Microsoft und anderen großen Softwarehäusern, sondern auch um die zahlreichen kleinen Shareware- und Freeware-Apps, die ggf. angepasst und zumindest jetzt als Universal Binary herausgegeben werden müssen. Das kann man nicht so leicht geheimhalten :)

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