PostgreSQL auf OpenBSD

Für die Installation von Movable Type auf OpenBSD brauchte ich eine Datenbank. Die Wahl fiel auf PostgreSQL. Hier ist was ich tat, um PostgreSQL nach meinen Vorstellungen zu konfigurieren.

Diese Anleitung ist an einigen Stellen OpenBSD-spezifisch. Bei Linux muß logrotate statt newsyslog benutzt werden.

Zuerst muß man den Quelltext herunterladen und an geeigneter Stelle extrahieren. Den Quelltext kompilieren und die fertigen Programme zu installieren funktioniert mit dem üblichen GNU-Dreisatz: (die letzte Zeile sollte man als root aufrufen)

./configure—prefix=/usr/local—with-perl—with-openssl=/usr
make
make install

Damit hat man schon mal alle nötigen Programme installiert. PostgreSQL braucht aber noch einige Vorarbeit, um zu funktionieren. PostgreSQL möchte unter einem eigenen Benutzer laufen. Die folgenden Zeilen legen diesen Benutzer samt passender Gruppe an. (natürlich als root)

groupadd -g 164 pgsql
useradd -c “PostgreSQL Admin User” -d /var/pgsql -g 164 -u 164 -s /bin/sh pgsql

Nun fehlt noch das Datenbankverzeichnis, in dem PostgreSQL seine Daten ablegt. Dieses Verzeichnis sollte dem PostgreSQL-Benutzer gehören.

mkdir /var/pgsql
chown pgsql:pgsql /var/pgsql
chmod 755 /var/pgsql

Jetzt muß die Datenbank initialisiert werden. Da alle Dateien im Datenbankverzeichnis dem PostgreSQL-Benutzer gehören sollten, sollte dies als der PostgreSQL-Benutzer geschehen.

su pgsql
/usr/local/bin/initdb -D /var/pgsql/data

Damit ist die Datenbank im Grunde fertig und kann benutzt werden. Es fehlen aber noch einige Kleinigkeiten, damit das alles rund läuft.

Zuerst soll PostgreSQL beim Booten gestartet werden. Die nächsten Zeilen sollten an passender Stelle in die /etc/rc.local aufgenommen werden: (wieder als root)

if [ -x /usr/local/bin/pg_ctl ]; then
        su -l pgsql -c “/usr/local/bin/pg_ctl start \
                -D /var/pgsql/data -l /var/pgsql/logfile”
        echo -n ‘ postgresql’
fi

Natürlich soll PostgreSQL beim Herunterfahren von OpenBSD sauber beendet werden, um inkonsistenzen in der Datenbank zu verhindern. Dies erledigen diese Zeilen in der /etc/rc.shutdown:

if [ -f /var/pgsql/data/postmaster.pid ]; then
        su -l pgsql -c “/usr/local/bin/pg_ctl stop \
                -D /var/pgsql/data”
        echo -n ‘ postgresql’
fi

PostgreSQL soll über syslogd(8) loggen. Das macht es einfacher, auf einem zentralen Logging-Host zu loggen. Hier müssen in der /var/pgsql/data/postgresql.conf 3 Zeilen angepasst werden. Die Zeilen stehen schon in der Datei drin, sind jedoch auskommentiert.

syslog = 2                      # range 0-2; 0=stdout; 1=both; 2=syslog
syslog_facility = ‘LOCAL0’
syslog_ident = ‘postgres’

Selbverständlich muß der syslogd(8) auch wissen, was er mit den Daten anfangen soll. Darum kümmert sich diese Zeile in der /etc/syslog.conf:

local0.*                                                /var/log/pgsql

Bevor der syslogd(8) nun restarted wird, damit er anfangen kann zu loggen, sollte noch ein leeres Logfile angelegt werden, da der syslogd(8) dies in der Regel nicht tut. Mit touch /var/log/pgsql entsteht ein leeres Logfile an. Schicke ein SIGHUP an syslogd(8) um ihn zu restarten.

Die Logfiles sollten noch in regelmäßigen Abständen rotiert werden, damit das Dateisystem nicht überläuft. Bei OpenBSD kümmert sich newsyslog(8) um das Rotieren von Logfiles. Eine Zeile in der /etc/newsyslog.conf erledigt dies:

/var/log/pgsql                          640  7    *    168   Z

Damit ist PostgreSQL nun bereit zum Einsatz. Um den Server nun endlich zu starten, kann der gleiche Code benutzt werden, wie er auch in der /etc/rc.local steht. Viel Spaß mit PostgreSQL.

Interaktives Fernsehen?

Spät nachts beim durchzappen durch die Kanäle stieß ich auf SuperRTL auf was kurioses. Offenbar wurde das Kaminfeuer den SuperRTL-Leuten zu langweilig. Nun liest ein computeranimierter Oster(?)hase SMSe im Fernsehen vor.

Leute zahlen 1,99€ um ihre SMS von einem animierten Hasen mit Sprachsynthesizer vorlesen zu lassen? Ist das nun die Höhe des interaktiven Fernsehens? Nach Call-in Gameshows, die sich wie eine Seuche ausgebreitet haben werden nun SMSe von irgendwelchen niedlich-knuddeligen Computeranimationen vorgelesen? Da wünsche ich mir die Zeiten des nichtinteraktiven Fernsehens zurück.

PS: Erinnert sich noch jemand an die Pioniere der Call-in Gameshows im deutschen Fernsehen wie “Der Goldene Schuß“ oder “Pronto Salvatore”?

Lustiges Zitat zur Wiedereröffnung

Zur Wiedereröffnung meines Blogs möchte ich hier Bill Hicks zitieren.

Fundamentalist Christianity – fascinating. These people actually believe that the the world is 12,000 years old. Swear to God. Based on what? I asked them.

“Well we looked at all the people in the Bible and we added ‘em up all the way back to Adam and Eve, their ages: 12,000 years.“

Well how fucking scientific, okay. I didn’t know that you’d gone to so much trouble. That’s good. You believe the world’s 12,000 years old?

“That’s right.“

Okay, I got one word to ask you, a one word question, ready?

“Uh-huh.“

Dinosaurs.

You know the world is 12,000 years old and dinosaurs existed, they existed in that time, you’d think it would have been mentioned in the fucking Bible at some point.

“And lo Jesus and the disciples walked to Nazareth. But the trail was blocked by a giant brontosaurus… with a splinter in his paw. And O the disciples did run a shriekin’: ‘What a big fucking lizard, Lord!‘ But Jesus was unafraid and he took the splinter from the brontosaurus’s paw and the big lizard became his friend.

“And Jesus sent him to Scotland where he lived in a loch for O so many years inviting thousands of American tourists to bring their fat fucking families and their fat dollar bills.

“And oh Scotland did praise the Lord. Thank you Lord, thank you Lord. Thank you Lord.“

Die Zylonen sind zurück…

… und sie sind sexy Unterwäschemodels :). Der US-Sender Sci-Fi hat die alte Battlestar Galactica Serie neu verfilmt.

Der Krieg gegen die Zylonen ist seit über 40 Jahren vorbei. Die Zylonen zogen sich an einen unbekannten Ort zurück und wurden seitdem nicht wieder gesehen. Auch an der Galactica ist die Zeit nicht spurlos vorbeigegangen. In wenigen Tagen soll sie außer Dienst gestellt werden und zu einem Museum umfunktioniert werden. Damit wird auch der Commander der Galactica, Commander William Adama (gespielt von Edward James Olmos, den meisten wohl am besten bekannt als Lieutenant Martin Castillo aus der Serie Miami Vice), in den Ruhestand gehen. Gerade zu diesem Zeitpunkt entschließen sich die Zylonen für ihr Comeback, um ihre Schöpfer (Ja, ganz recht, die Zylonen wurden von den Menschen geschaffen) nun endgültig auszulöschen. Die Zylonen waren nicht untätig in der Zwischenzeit. Sie schufen neue Modelle ihrer selbst, die von einem Menschen nicht zu unterscheiden sind. Das Modell Nr. 6 ist eine äußerst verführerische Frau (gespielt von Tricia Helfer, einem Victoria’s Secrets Dessousmodel), die sich an Dr. Gaius Baltar (gespielt von James Callis) heranmacht, der unter anderem das Navigationssystem für Raumschiffe entwickelt hat. Als die Mitarbeiterin von Dr. Gaius Baltar hat sie offenbar auch eine Hintertür in dem System gelassen, mit dem die Zylonen die gesamten Systeme der Raumschiffe abschalten können, da auf den Schiffen alle Rechner miteinander vernetzt sind. Nur auf der Galactica ist alles noch ein wenig anders. Die Computer sind nicht untereinander vernetzt und auch sonst ist vieles Handarbeit (“hands-on”). Damit wird die Galactica zur letzten Hoffnung der Menschen. Noch mehr zu verraten, würde jetzt vermutlich die Spannung nehmen. Bleibt noch anzumerken, daß der Schluß durchaus einen Cliffhanger bereithält, der als Anfangspunkt einer neuen Serie dienen könnte.

Die Special-Effects sind gut gelungen und die Flugphysik im Weltraum wurde glaubhaft und realitätsnah umgesetzt. Kenner der alten Serie werden vielleicht ein wenig verwirrt sein. Starbuck ist nun eine Frau! (Boomer auch) Aber ansonsten hat sich nicht viel geändert. Starbuck raucht Zigarren, schlägt sich mit höhergestellten Offizieren und hat eine große Klappe. Im Gegensatz zur alten Serie haben die Charakere auch “normale” Namen. Apollo heißt also Lee Adama (Commander William Adamas Sohn).

Abschließend kann ich sagen, daß es eine durchaus gelungene Umsetzung des alten Stoffes ist, die durchaus sehenswert ist. Ganz egal, ob man die alte Serie mochte oder nicht.

Schwul macht cool?

Fernsehen besteht größtenteils aus Wiederholungen und Kopien. Im Falle von “Schwul macht cool“ auf RTL2 ist es letzteres. Die Vorlage stammt (wie so oft) aus den USA. Der Sender Bravo TV schickt in der Serie “Queer Eye for the Straight Guy“ 5 schwule Männer (die Fab 5) los, um einem hetero Mann und seiner Wohnung ein ordentlichen Makeover zu verpassen.

Wie so oft bei solchen Kopien werden Abstriche gemacht. Von dem 5 Männern im Original sind nur noch 4 (die fabelhaften Vier) übrig geblieben. Auch scheinen die fabelhaften Vier im fortgeschrittenen Alter zu sein. Dies nimmt der der Sendung ein wenig von der Frische, außerdem wollen die Frauen auch was zum schauen haben :) RTL2 entschied sich auch darauf zu verzichten, den Abend nach dem Makeover mit Kameras festzuhalten und die fabelhaften Vier ihre Kommentare dazu abgeben zu lassen. Gerade dies ist im Original amüsant und gibt dem ganzen ein wenig Biß.

Zum Abschluß kann ich nur sagen, daß es nur eine schwacher Abguß des Originals ist. Es wäre keine Überraschung, wenn die Serie nach den ersten 6 Folgen, die im voraus gedreht wurden, abgesetzt würde. RTL2 wäre vermutlich besser weggekommen, wenn sie das Original nachsynchronisiert hätten. (Und wer mich kennt, der weiß, daß ich deutsche Synchronisierungen von englischen Filmen/Sendungen nicht ausstehen kann)

Linux 2.6.0-test11

VMWare auf Linux 2.6-test11Linux nähert sich langsam seiner 2.6er Release. Während ich früher fast jeden bleeding edge Kernel durch den Compiler gejagt habe, ist mein Interesse an neuen Kernels ein wenig eingeschlafen. Ich werde wohl alt. Nun hat mich die neugier aber doch gepackt. Ich habe den neuesten Test-Kernel heruntergeladen, den ich auf kernel.org gefunden habe.

Die Konfiguration des Kernel ist deutlich überarbeitet worden und ist jetzt in einer deutlich logischeren Hierarchie verteilt. Und auch der Build selbst sieht jetzt weniger furchteinflößend aus, was darauf zurückzuführen ist, daß nicht mehr die kompletten gcc-Aufrufe zu sehen sind.

Nach dem Reboot lief natürlich erstmal mein X nicht, da ich den NVidia-Treiber benutze. Der neueste NVidia-Treiber von NVidia ist noch nicht für die 2.6er Reihe vorbereitet. Es gibt jedoch Patches, die dieses Problem beheben. Nach kurzer Zeit hatte ich also wieder ein funktionierendes X. VMWare war das nächste Problem. Aber mit einem Update war auch das Problem schnell behoben und ich wurde mit einer funktionierenden VMWare belohnt.