Hex WEP/WPA-Keys auf dem iPhone

Heute hatte ich das Problem, daß ich mich mit einem Wi-Fi-Netzwerk verbinden wollte, dessen Schlüssel nicht ein üblicher ASCII-Key sondern ein Hex-Key ist. Das ist natürlich ein wenig problematisch, da das iPhone keine spezielle Option besitzt, um einen Schlüssel als Hex-Wert einzugeben. Doch glücklicherweise brachte mich eine schnelle Google-Suche zu dieser Lösung. Einfach den Key mit einem $ prefixen. Wenn also der Key 0x12345678 lautet, dann muß man ihn auf den iPhone als $12345678 eingeben. Und schon ist man drin.

802.11n bei Abstimmung durchgefallen

Dies wird einige Hersteller von sogenannten Pre-n-Produkten ganz schön ankotzen. Sie hatten schon die Geräte fertig und warteten in den Startlöchern auf die offizielle Abstimmung. Der zur Abstimmung stehende Draft ist ja seit längerem festgeklopft und die Hersteller konnten so bereits ihre Geräte vorbereiten. Bei der Abstimmung kamen nicht genug Stimmen für den Standard zusammen. Nun können die Hersteller ihre Produkte weiterhin nur als Pre-n verkaufen. (Was einige trotzdem nicht davon abhalten wird, es als 802.11n mit einem Haufen Sternchen dahinter zu bezeichnen)

Auch Käufer von Pre-n-Produkten, die den Versprechungen der Hersteller glauben geschenkt haben, sie könnten ihre Geräte per Firmware-Update 802.11n-Kompatibel machen, werden noch eine Weile warten müssen. Bis dahin dürfte die Interoperabilität von diesen Pre-n-Produkten unterschiedlicher Hersteller eher ein Glücksspiel darstellen.

Sabberalarm!

Das Nokia N91 macht mich immer mehr an. Die Developer-Seiten von Nokia fördern sehr interessante Details zutage. Neben der 4GB Festplatte, beherrscht das Telefon USB Mass Storage. Damit kann man das Telefon als kleine portable Festplatte benutzen. Das Telefon soll neben UMTS, Bluetooth auch noch WiFi haben! Und Series 60 3rd Edition auf dem Telefon hat eine SIP-API. Ein VoIP-Handy! Ich muß mich sehr zusammenreißen, um nicht auf die Tastatur zu sabbern.

Endlich mal wieder ein schickes Mobiltelefon

Das von Nokia angekündigte N91 (Achtung: Flash-Overkill) sieht schon mal recht schick aus. Designmäßig könnte es ein würdiger Nachfolger für das bislang IMHO ungeschlagene Sony-Ericsson T610. Es beherrscht UMTS und hat natürlich auch Bluetooth. Eine 2 Megapixel-Kamera ist auch ungewöhnlich für ein Mobiltelefon. Und so ganz nebenbei kann es auch noch 3000 Songs speichern. Ok, letzteres brauche ich nicht wirklich, dafür habe ich ja meinen iPod, aber man muß halt Abstriche machen, wenn man auch schicke Hardware haben möchte. Aber ich habe mich bislang selten über Feature-Overkill beschwert. Eher schon über zu wenig Feature-Overkill.

Meines Wissens ist es bislang noch nicht zu erwerben. Aber sobald es erscheint, könnte ich mir überlegen, mein altes Nokia 6630 dafür zu verlassen.

Habe ich erwähnt, daß das Gerät über eine 4GB-Festplatte verfügt?

Neue Updates für Palms

Nahezu unbemerkt hat Palm PalmOne Palm für TelKonfig (aka. PhoneLink) und für die Wi-Fi-Karte Updates herausgebracht.

Dateitrümmer nach UpdateLeider beschreibt PalmOne nicht, was mit dem 1.2er Update für die Wi-Fi-Karte nun anders ist. Ich hatte auf WPA-Verschlüsselung gehofft, wurde aber enttäuscht. Auch sonst sehe ich keinen großen Unterschied in der neuen Software. Verwundert hat mich allerdings, wieso die Installation all diese Dateitrümmer, die alle mit einem Minuszeichen beginnen, auf dem Palm zurückgelassen hat. (s. Bild) Werden die noch gebraucht? Sind es Backup-Files? Wieso kann BackupBuddy VFS die nicht sichern, weil sie angeblich in Benutzung sind? Antworten auf diese Fragen ist mir Palm bislang schuldig geblieben.

Das TelKonfig-Update habe ich schon sehnlichst erwartet. Damit konnte ich endlich mein Nokia 6630 auf dem Tungsten T3 für GPRS/UMTS einrichten. Nun kann ich meine 30MB/Monat auch vom Palm aus verbraten.

Wardriving durch Lüdenscheid

Als ich am Samstag zum Einkaufen fuhr, habe ich aus Spaß mal mein PowerBook auf den Beifahrersitz gelegt und KisMAC mitlaufen lassen. Einmal in die Innenstadt und dann wieder zurück. Auf dieser Strecke fand ich über 60 Funknetze. Das an sich ist vermutlich nicht ungewöhnlich. Interessant fand ich jedoch die Anzahl der unverschlüsselten Netze. Fast ziemlich genau 50% der Netze waren unverschlüsselt. Den Leuten macht es wohl nichts aus, wenn man ihre Daten mitschnüffelt oder ihren Internetzugang benutzt.

Es sind scheinbar Leute, die sich nicht die Mühe machen, ihre DSL/WLAN-Router zu konfigurieren. Interessanterweise sind es fast immer Leute, die scheinbar die Telekom-Router benutzen. Die SSIDs der unverschlüsselten Netzwerke sind fast immer „WLAN“. Dies ist die voreingestellte SSID der T-Sinus(?) 1054 Router der Telekom. Dies ist umso erstaunlicher, da der Router bei der Einrichtung explizit davor warnt, wenn man die Verschlüsselung nicht aktiviert hat. Ich sollte mal dieser Sache auf den Grund gehen.

Buchstabensuppe nach IEEE-Art

Bei der Suche nach einer passenden Wi-Fi-Karte mit möglichst vielen Features für meine Soekris-Box wurde ich erstmal von den vielen IEEE-Standards erschlagen. Die IEEE hat für den Wi-Fi-Standard viele Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit bestimten Teilaspekten von Wi-Fi (IEEE 802.11) beschäftigen. Dabei kam eine jetzt schon kaum überschaubare Anzahl an Standards, die ich versuchen werde zu entwirren.

Das IEEE ist in Arbeitsgruppen unterteilt. Die Arbeitsgruppe 802.11 beschäftigt sich mit drahtlosen Netzwerken. Diese Arbeitsgruppe ist weiter in Untergruppen unterteilt, die sich mit besonderen Aspekten der drahtlosen Netzwerke befassen. Diese Gruppen tragen Buchstaben als Bezeichnungen, von denen auch die Namen der einzelnen Standards/Entwürfe abgeleitet werden.

802.11
Hiermit hat alles angefangen. Auf dem 2,4GHz-Band sollten damit bis zu 2Mbit/s erreicht werden können. Es gab wohl nie Geräte, die diesen Standard implementierten und er hat nahezu keine Bedeutung heutzutage. Ursprünglich hatte man wohl auch geplant, Infrarot als Träger zu benutzen, doch dies wurde später wieder verworfen.
802.11a
Mit 802.11a sind bis zu 54Mbit/s auf dem 5GHz-Band möglich. Man hofft, daß es auf dem 5GHz-Band weniger Interferenzen geben wird als auf dem 2,4GHz-Band, welches von 802.11b und g sowie von Bluetooth benutzt wird. In Europa arbeitet das HiperLAN ebenfalls auf dem 5GHz-Band, so daß es da zu Interferenzen kommen könnte. Da ich nichts über die tatsächliche Verbreitung von HiperLAN weiß, kann ich die Gefahr von Interferenzen nicht einschätzen. 802.11a selbst ist noch nicht sehr weit verbreitet, so daß man bislang kaum Interferenzen von Nachbarn befürchten muß.
802.11b
802.11b erlaubt bis zu 11Mbit/s auf dem 2,4GHz-Band. Es ist der zur Zeit am weitesten verbreitete Standard für Funknetze. Damit sind Reichweiten bis ca. 50m möglich. Mit externen Antennen kann die Reichweite jedoch extrem gesteigert werden. Für Verwirrung sorgt Apple mit seinem AirPort, was nichts anderes als 802.11b unter einem consumerfreundlicheren Namen ist.
802.11d
In diesem Standard befinden sich einige Erweiterungen zu Wi-Fi um innerhalb bestimmter Staaten (Regulatory Domains) arbeiten zu können.
802.11e
Dies ist zur Zeit noch kein Standard sondern ein Entwurf. Der Entwurf enthält Erweiterungen der MAC um QoS zu verbessern.
802.11f
Dieser Standard beschäftigt sich mit der Kommunikation von Access-Points untereinander — insbesondere von Access-Points verschiedener Hersteller.
802.11g
Mit 802.11g sind bis zu 54Mbit/s auf dem 2,4GHz-Band möglich. 802.11g ist abwärtskompatibel zu 802.11b, somit können 802.11b-Geräte mit anderen 802.11g-Geräten kommunizieren – — wenn auch nur mit 11Mbit/s. Auch hier sorgt Apple mit AirPort Express für unsicherheit bei Benutzern. Dabei handelt es sich auch nur unter 802.11g mit einem freundlicheren Namen.
802.11h
Dieser Standard behandelt das Management der Sendeleistung und Frequenzen im 5GHz-Band (Also relevant für 802.11a). Geräte sollen vor dem Senden sicherstellen, daß sie nicht auf einer Frequenz senden, die schon benutzt wird. Gleichzeitig kann die Sendeleistung so gesteuert werden, daß sie nicht andere Netze stört aber dennoch einen guten Empfang bietet.
802.11i
Dieser erst kürzlich (24. Juni 2004) beschlossene Standard. Beschäftigt sich mit der Verbesserung der Sicherheit von Wi-Fi. Dieser Standard wird auch oft als WPA2 bezeichnet. Der Vorgänger, WPA, wurde als Zwischenlösung erdacht, als sich WEP als zu unsicher herausgestellt hat.
802.11j
Hierbei handelt es sich um Erweiterungen für den japanischen Markt.
802.11n
802.11n soll die Datenraten deutlich steigern. Bislang ist es noch kein Standard, auch wenn einige Hersteller schon Geräte mit 802.11n (Oder Pre-n) bewerben. Wie sich diese Geräte mit späteren echten 802.11n-Geräten verstehen ist fraglich und man sollte abstand von solchen Pre-n-Geräten nehmen.
802.11p
802.11p, auch als DSRC bezeichnet, soll speziell für die Kommunikation innerhalb von Transportfahrzeugen und Flugzeugen zugeschnitten sein. Es wird ein Frequenzband bei 5,9GHz benutzt. Dies ist meines Wissens noch ein Entwurf.

So, jetzt muß ich nur noch eine Wi-Fi-Karte finden, die möglichst viele dieser Standards beherrscht und gleichzeitig von Linux oder BSD unterstützt wird.

WLAN für den Palm

Es ist also soweit. PalmOne hat also endlich die Wi-Fi-Karte offiziell angekündigt. Unterstützt werden nur der Zire 72 und Tungsten T3 (was für ein Glück für mich). Die Karte selbst soll laut PalmOne nur WEP beherrschen, doch als Ausgleich liefert PalmOne einen VPN-Client (PPTP) mit. Ich vermute, daß es sich dabei um Mergic VPN handelt. Die Karte soll ab dem 3. September erhältlich sein – mal schauen, ob auch in Europa. Der Preis in den USA soll $129 betragen.

Ich bin mal gespannt, wie lange der Akku meines T3 mit der Karte durchhält. Ich kann mit aktivem Bluetooth schon einige Stunden lang per GPRS durchchatten, bevor der Akku auf 50% abfällt. Eine ähnliche Laufzeit würde ich mir auch mit der Karte wünschen. Es wird spannend.