Stell dir vor, es ist UMTS und keiner geht hin

Da haben es T-Mobile und O2 endlich geschafft, das UMTS-Netz in Betrieb zu nehmen, und es will keine Sau haben. Mit großem Werbeaufwand wurde UMTS beworben. Die Mobilfunkanbieter haben sich gegenseitig hochgeboten und zum Schluß gingen die Lizenzen für insgesamt 100 Mrd. DM über den Tisch. Jeder der Lizenznehmer zahlte knappe 16,5 Mrd. DM für jeweils eine Lizenz. Dies war im August 2000. Über 3 Jahre später steht das UMTS-Netz endlich und auch die ersten Handys mit UMTS (Nokia 7600, Siemens U15 und das Sony Ericsson Z1010) sind verfügbar. Die Mobilfunkanbieter bieten auch UMTS-Karten für Laptops an. Aber niemand will die Dinger haben. Die Mobilfunkanbieter suchen verzweifelt nach einer Killeranwendung, die UMTS attraktiv machen könnte. Bislang ist jedoch UMTS nichts weiter als ein schnelleres GPRS. Auch die Tarife sind die selben. Und bei den aktuellen GPRS-Tarifen wird man sich eh hüten, größere Datenmengen zu übertragen. Warum sollte man also UMTS benutzen, wenn es GRPS auch tut, und man gleichzeitig eine größere Auswahl an Handys hat?

Noch ein Super-TFT

Im Gegensatz zu Apples 30” Display ist das IBM T221-DG5 Display von IBM schon deutlich älter. Auf einer viel kleineren Fläche bietet das IBM T221-DG5 von IBM eine viel höhere Auflösung. Auf 22.2” packt IBM ganze 3840×2400 Pixel. Bei 204dpi auf dem Bildschirm werden Technologien wie “sub RGB-pixel positioning” unnötig.

Die Paneltechnologie verkauft IBM auch an andere Hersteller. Iiyama bietet das gleiche Panel im AQU5611DTBK unter eigenem Namen. Egal ob von IBM oder von Iiyama, für das Panel muß man in beiden Fällen über 8.000€ hinblättern.

Geek Pron von feinsten

Steve Jobs hat es auf der WWDC2004 Keynote mal wieder geschafft, den Geeks in aller Welt das Wasser im Munde zusammenlaufen zu lassen. Wie jedes Jahr zauberte er neue Produkte aus dem Hut. Natürlich ließ sich Apple nicht nehmen, ein paar Seitenhiebe (noch einer, und noch einer, und wieder einer) auf einen gewissen Softwaregiganten aus Redmond auszuteilen. Neben einem Sneak-Preview auf Mac OS X 10.4 „Tiger“ stellte er ein 30″ TFT-Display.

Das 30″ Display ist in einem schicken Aluminium Gehäuse untergebracht, was sich nahtlos zu anderer Apple Hardware einfügt. Auf dem Display finden 2560×1600 Pixel Platz. Das sind doppelt so viele Pixel wie auf einem 21″ Monitor mit 1600×1280 Pixeln. Offenbar sind so viele Pixel zu viel für DVI. Also wird das Display mit 2 DVI-Anschlüssen mit Pixeln betankt. Auch die derzeitige Grafikkarten halten da noch nicht mit. Erst im August erscheint die dazu passende NVIDIA GeForce 6800 Ultra DDL, die dafür ausgelegt ist, das Display mit beiden DVI-Kanälen zu versorgen.

Natürlich redet man bei Apple-Produkten nicht über Geld. Entweder man hat es, oder man hat es nicht. Aber ich lasse es mir trotzdem nicht nehmen, mal dezent darauf hinzuweisen. Das Display knapp 3.700€ (im Apple Store), die dazugehörige Grafikkarte schlägt mit 669€ zu Buche. Ach, ja. Einen passenden Power Mac G5 sollte man schon haben.

Möchte mir jemand ein solches System schenken?

Kreative Rechnungsführung bei der Telekom

Vor kurzem rief ein Mitarbeiter der Telekom bei mir an, und bot mir an, meinen T-DSL Anschluß kostenlos auf 1, 2 oder 3Mbit/s aufzustocken. Da ich sowieso den schnelleren Anschluß haben wollte, war ich natürlich begeistert, die Wechselgebühr zu sparen. Der Anschluß wurde umgestellt und Downloads flitzen mit bis zu 180KB/s durch die Leitung.

Hier könnte die Geschichte zu Ende sein, wäre es nicht die Telekom. Die Telekomrechnung flattert ins Haus und auf der Rechnung findet sich folgender Posten: Produktwechsel T-DSL für 43,06€ (knapp 50€ mit Umsatzsteuer). Eh? Hatte mir der Telekomheinz am Telefon nicht eine kostenlose Umstellung versprochen? 20 Anrufe zu diversen Telekomhotlines (glücklicherweise alle kostenlos) später fand ich endlich eine Person, die qualifiziert war etwas dazu zu sagen. Offenbar ist der Umstieg kostenlos. Dennoch wird die Umstellung in Rechnung gestellt. Dieser Betrag wird dann auf der nächsten Rechnung wieder gutgeschrieben.

Die Telekom hat also ca. 1 Monat Zeit, mit den 50€ Zinsen anzusammeln? Oder hofft die Telekom, daß die Kunden das bis zum nächsten Monat vergessen und es ihnen nicht auffällt, wenn in der nächsten Rechnung der Betrag doch nicht gutgeschrieben wird? Das ganze hinterläßt einen ziemlich dubiosen Eindruck.

Spot the Star Trek guy in Stargate

Es ist immer wieder lustig die vielen aus Star Trek vertrauten Schauspieler in anderen Sci-Fi-Serien zu sehen. Gerade bei Stargate SG-1 scheinen diese Schauspieler eine zweite Zuflucht gefunden zu haben.

Bislang aufgefallen sind mir:

John de Lancie
Jeder kennt und liebt Q aus Star Trek: The Next Generation, Star Trek: Voyager und Star Trek: Deep Space 9. Bei Stargate spielt(e) er Colonel Frank Simmons.
Robert Picardo
Was wäre die Voyager ohne ihr medizinisch-holographisches Notfallprogramm (MHN)? Bei Stargate SG-1 spielt er Agent Richard Woolsey.
Marina Sirtis
Counsellor Deanna Troi war ein ein wichtiges Mitglied der Crew auf der Enterprise NCC-1701-D. Auch wenn ihre Dialoge etwas etwas vorhersehbar waren. “Ich fühle schmerz.“ Bei Stargate spielt sie die russische Wissenschaftlerin Dr. Svetlana Markov
Rene Auberjonois
Deep Space 9 wäre ohne Constable Odo in Anarchie verfallen. Bei Stargate spielte er Alar.
Armin Shimerman
Auf Deep Space 9 spielte er immer den windigen und gierigen Ferengi Quark. In Stargate war er der Nox Anteaus.
John Billingsley
Star Trek: Enterprise wäre ohne ihren Dr. Phlox ziemlich arm dran. Ich liebe seinen denobulanischen Humor. Auch bei Stargate spielt er einen Wissenschaftler. Simon Coombs ist ein leicht trotteliger Wissenschaftler. Das wirklich lustige an Coombs ist, daß er ein Trekkie ist und mit seinen Wissenschaftlerkollegen über Star Trek fachsimpelt.
Jolene Blalock
Jolene Blalock spielt auf der Enterprise NX-01 die Vulkanierin Subcommander T’Pol. Das hervorstechendste Merkmal von T’Pol sind die großen Schmolllippen und die hautenge Uniform. Bei Stargate spielt sie die weibliche Jaffa Ishta.

CSS3 or bust!

Während heutige Browser noch oft Probleme mit CSS1 und CSS2 haben, arbeitet das W3C schon an der dritten Version von CSS. In den letzten Tagen bin ich öfters auf Probleme gestoßen, die sich mit CSS1 und 2 gar nicht oder nur relativ umständlich lösen lassen.

Als Beispiel, wie CSS3 das Leben erleichtert möchte ich hier folgendes Beispiel zeigen:

Zebra tables
Um die Lesbarkeit von Tabellen zu erhöhen, werden die Zeilen abwechselnd mit 2 Farben eingefärbt. Benutzer von iTunes werden dieses Bild sofort erkennen. Die breiten Streifen helfen dem Auge sich entlang der Zeile zu bewegen.

Traditionell werden in solchen Tabellen die Tabellenzeilen jeweils abwechselnd mit 2 Klassen eingefärbt. Der Stylesheet sieht in der Regel so aus:

.odd  { background-color: inherit; }
.even { background-color: #e8f0f8; }

und die dazugehörige Tabelle sieht meist so aus:

<table>
<tr class="even"><td>foo</td></tr>
<tr class="odd" ><td>bar</td></tr>
<tr class="even"><td>baz</td></tr>
<tr class="odd" ><td>qux</td></tr>
</table>

Es ist natürlich lästig, die Classes bei jeder Zeile mitzuschleppen. In Skriptgenerierten Seiten ist das noch relativ einfach lösbar, wenn man jedoch Tabellen von Hand schreibt artet das schnell in Arbeit aus. Das Einfügen von Zeilen (bei ungeraden Anzahlen) ist bei längeren Tabellen nahezu undenkbar.

Es geht allerdings auch ohne Classes. CSS2 bietet sogenannte “adjacent sibling selectors”. Dazu muß man im HTML-Dokument überhaupt keine extra Vorkehrungen treffen. Die Tabelle könnte dann so aussehen:

<table>
<tr><td>foo </td></tr>
<tr><td>bar </td></tr>
<tr><td>baz </td></tr>
<tr><td>qux </td></tr>
<tr><td>quux</td></tr>
</table>

Damit nun die Zeilen abwechselnd eingefärbt werden, muß das dazugehörige Stylesheet so ausssehen:

tr+tr, tr+tr+tr+tr       { background-color: #e8f0f8; }
tr+tr+tr, tr+tr+tr+tr+tr { background-color: inherit; }

Natürlich hat auch diese Lösung ihre Probleme. Bei langen Tabellen werden die Stylesheets jedoch unerträglich unübersichtlich, außer man generiert das Stylesheet per Skript.

Wie Superman in seinem Strampelanzug kommt CSS3 hier zur Hilfe. Der nth-child Selektor erleichtert hier dem Designer das Leben. Die obere Tabelle läßt sich dann mit folgendem Stylesheet einfärben:

tr:nth-child(odd)  { background-color: inherit; }
tr:nth-child(even) { background-color: #e8f0f8; }

Das war’s. Keine unübersichtlichen Stylesheets, kein unnötiger Kram im HTML.

 

Border Images

Möchte man Blockelementen einen stylischen Rahmen verpassen, so muß man diese Elemente kunstvoll in Tabellen oder absolut positionierte <div>-Blöcke verpacken. (Ich verzichte hier auf Beispielcode, da dies nur zu einer HTML-Wüste führen würde) Dies bläht nur den DOM-Tree unnötig auf, ohne irgendwas zum Inhalt beizutragen.

CSS3 führt hier das Border-Module ein. Damit lassen sich für die 4 Kanten und Ecken eines Blocks Grafiken festlegen. Hierzu muß die Grafik in ihre Einzelteile zerlegt werden, sowie festlegen, wie diese Grafiken an die Größe des Blocks angepaßt werden. Als Beispiel möchte ich hier Zeigen, wie diese Rahmenteile benutzt werden könnten, um ein langweiliges Eingabefeld zu stylen. Der HTML-Code sieht erstmal völlig langweilig und unscheinbar aus:

<form method="get" action="foo.html">
<fieldset>
<label for="foo">foo:</label>
<input id="foo" name="foo" size="30" />
</fieldset>
</form>

Mit einem passenden Stylesheet wird nun diesem Eingabefeld ein modernes Design verpaßt. Die einzelnen Rahmenteile wurden nach den englischen Himmelsrichtungen benannt. (Ich habe in dem Beispiel einen möglicherweise schon vorhandenen Rahmen um das Eingabefeld außer Acht gelassen.)

input {
        border-top-left-image    : url("nw.png");
        border-top-image         : url("n.png") ;
        border-top-right-image   : url("ne.png");
        border-left-image        : url("w.png") ;
        border-right-image       : url("e.png") ;
        border-bottom-left-image : url("sw.png");
        border-bottom-image      : url("s.png") ;
        border-bottom-right-image: url("se.png");
        border-top-fit-length   : repeat;
        border-left-fit-length  : repeat;
        border-right-fit-length : repeat;
        border-bottom-fit-length: repeat;
      }


Wenn alles korrekt gelaufen ist, sollte dann das Eingabefeld von einem abgerundeten Rahmen eingefaßt sein. Da es bislang keine CSS3-fähigen Browser gibt, kann ich dieses Beispiel nicht nachprüfen. Das Bild ist nur eine Attrappe und zeigt, wie es aussehen sollte.

Ich hoffe, daß die Browser möglichst bald CSS3 unterstützen, um die Trennung von Markup und Design noch weiter voranzutreiben.

Gmail

Durch einen mehr als glücklichen Zufall bin ich nun auch stolzer Besitzer eines Gmail-Accounts. Gewisse Konzepte von Gmail sind noch gewöhnungsbedürftig. Es gibt keine Ordner. Vielmehr kann man Mails gewisse Labels zuweisen. Das hat den Vorteil, daß eine Mail mehrere Labels besitzen kann. Bei Diskussionsthreads werden die Nachrichten untereinander dargestellt, ohne die von vielen MUAs gewohnte baumartige Struktur. Es kann allerdings auch sein, daß ich noch nicht genug tief verschachtelte Diskussionsthreads erhalten habe, um eine Struktur zu erkennen.

Ach ja, vermutlich werde ich von Gmail demnächst auch Einladungen erhalten, die ich an Freunde verteilen kann. Wer eingeladen werden möchte, soll sich bei mir melden. Ich akzeptiere Cash, Hardware und sexuelle Gefälligkeiten (nur von attraktiven Frauen).

Nokia unterstützt Mozilla

Wie Heise berichtet, unterstüzt Nokia das Minimo Projekt finanziell. Minimo soll ein schlanker Browser für PDAs und Handhelds auf Basis von Mozilla werden. Bislang gab es für Nokias Symbian-basierte Smartphones nur Opera als Browser zur Auswahl.

Ich frage mich, wie klein man Mozilla bekommen kann. Handhelds und PDAs haben im Gegensatz zu normalen PCs mit sehr begrenztem Speicher auszukommen. Bislang war Mozilla nicht gerade dafür bekannt, besonders Resourcenschonend zu sein. Und Minimo 0.1 macht sich bislang beim Page Loader Test noch recht breit. Doch ich hoffe, daß die Entwickler Minimo noch eine kleine Schlankheitskur verpassen werden.

Neben einer Symbian-Portierung von Minimo wäre eine PalmOS-Version erstrebenswert, auch wenn Web Pro ein recht solider Browser für PalmOS ist.

SanDisk doch mit Treibern für die Wi-Fi SD-Karte

So kann man sich irren. Da hatte ich gerade noch angenommen, daß SanDisk die PalmOS Treiber für seine Wi-Fi SD-Karte nie rausbringen würde, da überrascht mich SanDisk mit ersten Testversionen der Treiber für den Zire 71.

Da sich die Palms untereinander wohl sehr unterscheiden, wird sich SanDisk wohl ganz genau überlegen, für welche Modelle sie Treiber bereitstellen werden. Wie es mit Treibern für den Tungsten T3 aussieht, steht noch nicht fest. Ich persönlich warte noch auf die Wi-Fi-Karte von PalmOne, da ich davon ausgehe, daß die Treiber von PalmOne sich besser in das System einfügen werden. SanDisk dagegen könnte mich als Kunden gewinnen, wenn sie ihre Wi-Fi SD-Karte auch mit 128MB Speicher — ähnlich der Wi-Fi CF-Karte — anbieten würden.